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Berlin bremst

Kaum Chancen für Till Brönners „House of Jazz“

BERLIN. Schlechte Karten für das von Startrompeter Till Brönner geplante „House of Jazz“ in Berlin. Landeskultursenator Klaus Lederer (Linke) kündigte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an, er wolle sich beim Bund für eine Umwidmung der Mittel zugunsten eines „Hauses für die Basiskultur“ einsetzen.

veröffentlicht am 20.04.2017 um 18:51 Uhr

Jazz-Trompeter Till Brönner spielt Unter den Linden in Berlin. 70 Jahre wurde hier Geld geprägt. Jetzt soll die Alte Münze in Berlin neu genutzt werden. Brönner hat ein Konzept entworfen, aber Berlins oberster Kulturchef will etwas anderes. Foto: dpa

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Nada Weigelt

„Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat 12,5 Millionen Euro ausdrücklich für Brönners Konzept bewilligt. Dieses Angebot nehmen wir so nicht an“, sagte Lederer. „Wir brauchen nicht nur Leuchttürme, wir brauchen vor allem Arbeits- und Produktionsräume für Musiker der freien Szene.“

Brönner hatte in Absprache mit dem früheren Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) die Alte Münze in der Nähe des Roten Rathauses zu einer zentralen Spielstätte für den Jazz ausbauen wollen. Die Haushaltspolitiker des Bundes bewilligten dafür Ende des vergangenen Jahres insgesamt 12,5 Millionen Euro.

„Natürlich freuen wir uns, wenn der Bund uns bei der Entwicklung kultureller Areale unter die Arme greift“, so Lederer. „Aber wir lassen uns keine Vorschriften machen, wo und wie wir diese Areale entwickeln sollen.“

Seiner Ansicht nach soll die Alte Münze zu einem Kultur- und Kreativhaus werden, in dem Jazz eine wichtige Säule neben anderen ist. Der Berliner Immobiliendienstleister BIM, der das Areal bewirtschafte, arbeite mit den verschiedensten Beteiligten derzeit an einem Konzept, sagte Lederer. Allerdings seien für die Sanierung des Geländes öffentliche Gelder nötig.

„Wie das mit den Vorstellungen des Bundes zusammengeht, darüber bin ich gern bereit zu sprechen“, so der Senator. „Wir können jedoch nicht sanieren und die Kosten auf die künftigen Nutzer umlegen. Das wäre nämlich unbezahlbar.“

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