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Volleyballerinnen der VT Rinteln verpassen den Aufstieg in die Bezirksliga trotz Sieg im Spitzenspiel

Dramatisches Saisonfinale ohne Happy End

veröffentlicht am 16.04.2018 um 16:53 Uhr

Vize-Meister VT Rinteln mit Sandra Sefer (von links), Caroline Kraschewski, Lea Ernst, Katharina Dux, Trainer Daniel Gohr, Thalia Gabriel, Alessa Juppe, Franziska Dux und Isabell Remmers. Auf dem Foto fehlen Katrin Blome, Irina Trox und Maren Gohr. F

Autor:

Peter Blaumann

RINTELN. Dramatisches Saisonfinale mit einem enttäuschenden Ausgang: Die Volleyball-Damen der VT Rinteln haben den Aufstieg in die Bezirksliga nur ganz knapp verpasst.

Der SV Warmsen und die VT Rinteln lieferten sich in der Bezirksklasse des Spielkreises Diepholz/Nienburg/Schaumburg (DNS) einen spannenden Zweikampf um die Meisterschaft. Am letzten Spieltag kam es zum Duell zwischen dem Tabellenersten aus Warmsen und dem Tabellenzweiten aus Rinteln. Nach einer starken Leistung besiegte die VTR den Spitzenreiter mit 3:1. Die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksliga waren zum Greifen nahe.

Aber noch stand die Partie gegen den Tabellenletzten Borsteler SF auf dem Spielplan. Rinteln spielte wie entfesselt auf, gewann deutlich in drei Sätzen mit 3:0, die Meisterschaft war perfekt – so dachte man im Lager der VTR. Aber es kam ganz anders. Der SV Warmsen legte Protest gegen die Wertung des Spiels gegen Borstel ein.

Was war geschehen? Vor jeder Partie wird die Mappe mit den Spielerpässen dem Schiedsgericht übergeben. Das Schiedsgericht trägt danach die Namen der Spieler in den Spielberichtsbogen ein. Danach muss der Trainer oder Mannschaftsführer die Korrektheit der Eintragungen gegenzeichnen. „Leider habe ich übersehen, dass eine Spielerin von uns nicht eingetragen wurde“, blickt VTR-Trainer Daniel Gohr zurück. „Auch als die Spielerin eingewechselt wurde, fiel es dem Schiedsgericht nicht auf, dass diese Spielerin gar nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Normalerweise müsste dem Schiedsgericht so etwas auffallen. Es hätte uns darauf aufmerksam machen müssen, dass diese Spielerin nachgetragen werden muss. Aber nichts ist geschehen.“

Das Schiedsgericht stellte der SV Warmsen. „Ich möchte Warmsen nichts Unterstellen. Wir haben zwei Spielerinnen mit dem gleichen Nachnamen. Die eine Spielerin wurde eingetragen, die andere nicht. Vielleicht liegt darin der Fehler“, so Gohr. „Aber ich hätte es sehen müssen.“

Der Protest des SV Warmsen wurde positiv entschieden. Die Partie mit 0:3 gegen die VT Rinteln gewertet. Die Folge: Rinteln war nur Vizemeister und musste in die Relegation.

Gegner in der Relegation war zunächst der TuS Wettbergen, der in der Bezirksklasse 2 Hannover/Celle den dritten Platz belegte. Rinteln zeigte sich in allen Belangen überlegen und gewann mit 3:0. Anschließend ging es gegen TB Stöcken, dem Drittletzten der Bezirksliga 1 Hannover. Mit zunehmender Spieldauer machte sich bei den VTR-Spielerinnen der Kräfteverschleiß aus der ersten Partie gegen Wettbergen bemerkbar. Rinteln kämpfte zwar verbissen um jeden Punkt, verlor am Ende aber mit 1:3 – der Traum vom Aufstieg in die Bezirksliga war geplatzt.

Aber das Team mit Katrin Blome, Lea Ernst, Maren Gohr, Alessa Juppe, Caroline Kraschewski, Isabell Remmers, Sandra Sefer, Irina Trox, Franziska und Katharina Dux machen ihrem Trainer trotz der Mega-Enttäuschung keinen Vorwurf und geben sich kämpferisch. „Jetzt müssen wir in der nächsten Saison einen neuen Anlauf nehmen. Da das Team weitestgehend zusammenbleibt, können wir sicherlich bei der Vergabe der Meisterschaft ein gehöriges Wort mitreden“, so Maren Gohr.

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