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Exten-Rinteln unterliegt dem Tabellenzweiten TV 1887 Stadtoldendorf mit 20:27

HSG ohne Zielwasser

veröffentlicht am 15.04.2018 um 20:38 Uhr

HSG-Kreisläufer Eimantas Grimuta (rechts) tankt sich durch die Stadtoldendorfer Deckung. Foto: tol
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Sebastian Blaumann Redakteur Sport zur Autorenseite

RINTELN. Die Handballer der HSG Exten-Rinteln sind in der Herren-Landesliga nach der 20:27 (8:10)-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten TV 1887 Stadtoldendorf auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. Vier Spieltage vor Saisonende kämpfen noch sieben Mannschaften gegen den Abstieg. Sechs werden sich retten, aber ein Team wird es erwischen.

So laut war es in der Rintelner Kreissporthalle schon lange nicht mehr. Die Gäste reisten mit zahlreichen Schlachtenbummlern an und diese hatten ihre Trommeln im Gepäck. 106 Dezibel ergab eine Messung, lauter als jede Motorsäge. Zu Beginn dominierten beide Abwehrreihen, es war viel Hektik in der Partie, erst nach vier Minuten fiel der erste Treffer, Marcel Geese war für die Gäste erfolgreich. Die HSG begegnete dem Tabellenzweiten auf Augenhöhe, aber es deutete sich in dieser Phase schon an, dass das Heimteam um jedes Tor kämpfen muss. Über 5:5 (19.) geriet die Mannschaft von Trainer Saulius Tonkunas 8:10 in Rückstand. „Wir haben vier Siebenmeter verworfen und auch noch zwei glasklare Chancen liegen gelassen“, monierte der Litauer. Eigentlich hätten wir zur Pause führen müssen, so Tonkunas.

In Hälfte zwei zogen die Stadtoldendorfer auf 11:15 (43.) davon. Dennis Von Frankenstein (10 Tore) traf nach Belieben, zudem hatte die HSG großes Wurfpech, scheiterte oft an Pfosten und Latte. HSG-Rückraumspieler Lukas Jurys war kein Faktor, blühte erst in der Schlussphase auf, konnte aber die Niederlage nicht mehr abwenden. Trainer Tonkunas versuchte alles, öffnete zehn Minuten vor Schluss beim Stand von 14:19 die Deckung, setzte auf eine 4:2-Abwehrformation. Das nutzten die flinken Gäste gnadenlos aus und schraubten das Ergebnis auf 20:27 in die Höhe. „Um so eine Top-Mannschaft schlagen zu können, muss alles passen. Meine Jungs haben gekämpft, aber zu viele Torchancen verballert. Das war der entscheidende Unterschied“, zog Tonkunas Bilanz.

Da der TuS Bothfeld seine Partie in Herrenhausen gewann, fiel die HSG unter den Strich zurück. Nächsten Sonntag reist die HSG zum Kellergipfel nach Bothfeld und darf dieses Match dann nicht verlieren.

HSG: Jurys 7, Bergmann 1, Seifert 2, Pook 1, Stundner 1, Grimuta 3, Tomas Tonkunas 5.

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