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„Trez Hombrez“ machen der texanischen Kult-Band „ZZ Top“ im Kursaal alle Ehre

Lange Bärte, Rocksound, authentische Liveshow

Eilsen. Das ist schon verrückt: Obwohl klar ist, dass es eine ZZ-Top-Tribute-Band aus Hamburg ist, die auf der Bühne im Bad Eilsener Kursaal rockt, könnte man meinen, die ZZ-Top-Originale Billy Gibbons und Dusty Hill höchstpersönlich geben sich die Ehre, in die Saiten zu hauen. So sehr gleichen die „Trez Hombrez“-Frontmänner Bert Ruddigkeit (E-Gitarre, Gesang) und Matthias Heil (Bassist, Gesang) mit ihren schwarzen Lederjacken, breitkrempigen Cowboyhüten, dunklen Sonnenbrillen und insbesondere langen Bärten ihren Idolen. Zudem imitieren sie die beiden Blues- und Hardrockmusiker auch hinsichtlich deren Bewegungschoreografien, zu denen etwa das typische Im-Gleichtakt-hin-und-her-Wiegen von Bass und Gitarre gehört. Und schließlich ist da noch die unglaubliche Perfektion, in der sie gemeinsam mit ihrem bartlosen Bandkollegen Michael Nick (Schlagzeug, Gesang) die international erfolgreichen Songs der kultigen, ebenfalls dreiköpfigen US-Band covern. Kein Wunder also, dass sich „Trez Hombrez“, die ihren Bandnamen in Anlehnung an das 1973 erschienene, bahnbrechende ZZ Top-Album „Tres Hombres“ (spanisch: „Drei Männer“) gewählt haben, sogar als „Die offizielle ZZ Top Tribute Band“ bezeichnen dürfen – von ihren texanischen Vorbildern legitimiert, wohlgemerkt.

veröffentlicht am 21.01.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:22 Uhr

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Autor:

Michael Werk
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Die drei Hamburger brauchen denn auch nicht lange, um ihr Publikum in den Griff zu kriegen. Zwar fällt die Antwort auf die von Matthias „Dusty“ Heil in englischer Sprache in den Saal geschmetterte Frage „Are you with us tonight?“ (frei übersetzt: „Habt ihr Bock, einen tollen Abend mit uns zu verbringen?“) trotz zahlreicher Konzertbesucher auch beim dritten Mal noch etwas zaghaft aus. Nachdem „Trez Hombrez“ aber die ersten Takte angestimmt haben, springt der Funke vollends über: Da wird mit den Köpfen zur Musik gewippt, geraten ganze Körper in Bewegung und die synchron zum kernigen Gesang der „offiziellen ZZ Top-Tribute-Band“ passenden Lippenbewegungen innerhalb der Saalgemeinde verraten, dass es durchweg vertrautes Liedgut ist, welches das Trio zum Besten gibt. Darunter legendäre Stücke wie „Gimme all your lovin’“ und „Sharp dressed man“ sowie das neuere „Flyin’ high“. Nur wenige der mehrheitlich der Altersgruppe der Mittvierziger bis Endfünfziger zuzuordnenden ZZ Top-Fans ziehen es dagegen vor, das von einer farbenfrohen Lichtshow und waberndem Kunstnebel umrahmte Geschehen auf der Bühne von bequemen Sitzplätzen aus zu verfolgen.

Hören kann man den Quasi-Chorgesang des Publikums übrigens nicht, denn die an fette Verstärker angeschlossenen, üppig dimensionierten Lautsprecherboxen der virtuosen Profi-Musiker übertönen alles andere im Saal. Das Ganze ist sogar so laut, dass man trotz einer trennenden, massiven Wand auch im angrenzenden Foyer des Gebäudes noch ordentlich was auf die Ohren bekommt und die dorthin führenden Verbindungstüren scheppern. Auch in diesem Punkt setzen sich „Trez Hombrez“ von der im Vorprogramm aufgetretenen Band „Planet Caravan“ (alias Frank Peppmöller, Thorsten Grau, Ralf Sundermann und Johnny Martens) ab, die mit deutlich weniger Dezibel „unterwegs“ gewesen ist, aber bei ihrer Bühnenpremiere dennoch einen guten Job gemacht hat. Im Gepäck hatten die Schaumburger Hobby-Musiker dabei bekannte Songs unter anderem von „Status Quo“ und den „Foo Fighters“ sowie eigene rockige Kompositionen.

„Trez-Hombrez“-Bassist Matthias Heil (l.) und sein mit der Stromgitarre brillierender Bandkollege Bert Ruddigkeit sehen ihren beiden US-amerikanischen ZZ-Top-Vorbildern Dusty Hill und Billy Gibbons zum Verwechseln ähnlich. Foto: wk



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