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Lockdown verstärkt private Treffen

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Der Bund will mit dem Lockdown neue Infektionen verhindern. Das ist gut. Aber er könnte damit das Gegenteil bewirken. Schon jetzt sind Gastronomie und Veranstaltungen kein wesentlicher Faktor für Neuinfektionen.

veröffentlicht am 29.10.2020 um 13:35 Uhr

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts fanden die allermeisten Übertragungen im privaten Umfeld oder in Altenheimen statt.

Schon jetzt setzen fast alle Restaurants, Kneipen und Veranstaltungen die Abstands- und Maskenregeln sehr gut um. Hier kann das Ordnungsamt auch effektiv die Einhaltung kontrollieren. Doch was passiert, wenn wir den Bürgern all diese Möglichkeiten nehmen, sich mit einem laut RKI nur geringen Übertragungsrisiko zu treffen? Viele werden alleine zuhause bleiben. Gut so.

Aber viele werden nicht auf alle Sozialkontakte verzichten. Sie treffen sich dann privat, in der Kellerbar oder zum Feierabendbier im Wohnzimmer. Abstand, Lüften und Maskenpflicht werden im Privaten seltener beachtet und sind vom Ordnungsamt kaum zu kontrollieren. Mit dem zweiten Lockdown werden zahlreiche wirtschaftliche Existenzen bedroht, viele vernichtet. Und das gewünschte Ziel wird damit nicht erreicht. Eher das Gegenteil.




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