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Rinteln verdient mehr als einen zerstrittenen Rat

Kommentar zu Brückentor: Kommt raus aus den Schützengräben!

Die Rintelner Politik macht wieder das, was sie am besten kann. Sie bildet monolithische Meinungsblöcke. Die CDU sieht nur die Sanierung – alles andere ist dumm. Die SPD sieht nur den Neubau – alles andere ist Wahnsinn.
Nur die WGS ist sich uneinig – und wird dafür zwischen den beiden Blöcken fast zerrieben. Ob sie das als Fraktion überlebt, werden die nächsten Wochen zeigen. Bürgermeister Thomas Priemer sitzt dahinter und reibt sich die Hände. Da wurde eine Mehrheit gegen ihn gewählt, und sie zerbröselt sich (mit ein bisschen Hilfe des Stadtoberhaupts?) von selbst.

veröffentlicht am 30.11.2018 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 30.11.2018 um 18:40 Uhr

Aber zurück zur Sachebene: Beide Seiten haben gute Argumente ins Feld geführt. Aber diskutiert wurde am Ende darüber, wer wann wen beleidigt hat. Es wäre die Aufgabe von Matthias Wehrung als Ratsvorsitzenden, hier mit harter Hand Disziplin vorzuleben.

Es gibt in dieser Diskussion kein Richtig und kein Falsch. Die andere Seite agiert nicht aus Dummheit, aus reinem Eigennutz, oder ist gar wahnsinnig geworden. Sie hat einfach eine andere Meinung.

Es gibt gute Argumente für die Sanierung. Vor allem die wahrscheinlich niedrigeren Kosten. Die Möglichkeit, die Zukunft dieser zentralen innenstädtischen Immobilie als Stadt selbst zu bestimmen. Vielleicht sogar einen Weg zur Weser hin zu öffnen. Über andere Aspekte kann man mit gutem Recht geteilter Meinung sein. Der Standort hat seine Vorteile. Er ist etabliert, beliebt in Rinteln, die Größe ist für Rinteln passend. Die Fußgängerzone mit Gastronomie ist fußläufig zu erreichen.

Auf der anderen Seite ergäben sich ganz neue gewerbliche Möglichkeiten für Rinteln, könnte dort etwa eine große Einkaufspassage entstehen. Auch für die Innenstadt könnte das positive Impulse geben.

Aber auch der Neubau einer Halle hat Vorteile. Neu hält länger. Neu ist genau an die Bedürfnisse angepasst. Der Kostenrahmen ist besser abzuschätzen als bei einer Sanierung. Eine Stadthalle an der Burgfeldsweide hätte ihre ganz eigenen Synergieeffekte.

Über eine so weitreichende Entscheidung, darf keine Drei-Stimmen-Mehrheit entscheiden. Im Sinne jener, die die Schulden abbezahlen müssen: Steckt eure Köpfe zusammen. Findet die für Rinteln beste Lösung. Hört auf zu streiten wie die Waschweiber.




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