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Streit seit fast 17 Jahren

Kommentar zu Windrad-Streit: Politik hat versagt

Selbstverständlich gibt es gute Gründe gegen den Bau von zwei Windrädern in unmittelbarer Nachbarschaft eines Naturschutzgebietes. Doch die Erbauer darf man nicht kriminalisieren, findet SZ-Reporter Hans Weimann in seinem Kommentar:

veröffentlicht am 17.01.2021 um 14:04 Uhr

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Reporter

Selbstverständlich gibt es gute Gründe gegen den Bau von zwei Windrädern in unmittelbarer Nachbarschaft eines Naturschutzgebietes. Doch wenn der Nabu-Vorsitzende von „unverschämter Drohkulisse“ und „Einschüchterungsversuchen“ schreibt, rückt er damit den Windkraftbetreiber wenn nicht gerade in eine kriminelle, aber doch anrüchige Ecke. Dabei nutzt „getproject“ schlicht und einfach die Spielregeln, die der Gesetzgeber für den Ausbau der Windenergie festgelegt hat. Und hält sich auch daran. So hat getproject ausdrücklich erklärt, selbstverständlich die Abschaltzeiten für die Windräder einhalten zu wollen. Den grundsätzlichen Konflikt um Windräder in Westendorf, der seit inzwischen fast 17 Jahren (!) Verwaltungen und Gerichte beschäftigt, haben Rintelns Kommunalpolitiker angezettelt, die – juristisch falsch beraten – sich geweigert haben, in Rinteln ein Vorranggebiet für Windkraft auszuweisen und damit solchen Streitfällen Tor und Tür geöffnet.




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