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Debatte über eine Banalität

Völlig überzogen

veröffentlicht am 16.05.2019 um 13:07 Uhr
aktualisiert am 17.05.2019 um 12:45 Uhr

Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite

So viel Aufregung wegen einer Banalität. Selbstverständlich müssen sich auch die beiden Gastronomen mit ihrer Werbung an die Vorschriften der Gemeinde Luhden halten. Wegen der nicht eingeholten Genehmigung und dem falschen Ständerwerk aber zu verlangen, dass die Verwaltung gleich volle Geschütze auffährt und den sofortigen Abbau der beiden Werbemedien verlangt, ist völlig überzogen.

Der Gemeindedirektor Andreas Kunde liegt richtig mit seiner Ansicht, dass ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt sei. Gerade dies wird doch von staatlichen Institutionen und anderen Stellen sonst auch immer verlangt – vor allem, wenn es um eigene Angelegenheiten geht.

Außerdem ist auf der erwähnten Wiese unter Beachtung der geltenden Regeln ja durchaus Werbung örtlicher Unternehmen möglich. Die beiden Werbetreibenden erst einmal unter Fristsetzung aufzufordern, dass diese die Holzpfähle durch die vorgeschriebene Metallkonstruktion ersetzen, dagegen spricht nichts. Und die paar Euro Pacht für den Werbeplatz, kann die Verwaltung auch nachträglich einfordern, sollten die Pachtbeträge bislang noch nicht gezahlt worden sein. Ein Schaden aber, über den man sich erregen könnte, ist durch diese beiden Werbemedien doch gar nicht eingetreten.

Oder vielleicht doch? Förderlich für das Image der Gemeinde Luhden dürfte die bei der Ratssitzung gelaufene Diskussion jedenfalls nicht gewesen sein. Denn wenn schon bei solch einer Banalität eine harte Linie gegenüber ortsansässigen Betrieben gefordert wird, wie sieht es dann erst bei echten Problemen aus?




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