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„Vielen ist es nicht bekannt“ – Koordinatorin von SOS-24 weist auf neue Gesetzesregelung hin

Für Tagespflege gibt es Geld vom Land

Bückeburg (rc). Das neue Kinderförderungsgesetz ist vielen Eltern einfach nicht bekannt. Viele Eltern wissen nicht, dass mit diesem Gesetz die Tagespflege den Kindergärten gleichgestellt worden ist und der Landkreis – über das Land – Zuschüsse zu den Tagespflegesätzen zahlen muss. Darauf hat jetzt Christiane Köhler hingewiesen, Tagesmutter und Koordinatorin von SOS-24, einer Tagespflegeeinrichtung an der Neuen Straße, die seit zweieinhalb Jahren am Markt ist. Derzeit werden dort zehn Kinder im Alter zwischen sechs Monaten bis zum Grundschulalter betreut.

veröffentlicht am 25.09.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 22:41 Uhr

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Wie Christiane Köhler im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, wüssten viele Eltern nicht, dass der Landkreis nach Anmeldung eines Kindes in der Tagespflege die kompletten Tagespflegesätze bezahle. Einen Teil der Gebühren ziehe er dann – gestaffelt nach dem Einkommen – bei den Eltern ein. Insgesamt sechs Einkommensstaffeln gibt es, Geringverdiener sind zum Beispiel von der Gebührenbezahlung freigestellt.

„Insbesondere 400-Euro-Jobber können aber von dem neuen Gesetz profitieren“, weiß Christiane Köhler aus ihrer Erfahrung zu berichten. Viele Mütter würden zuhause bleiben, weil sie meinen, dass die Betreuung ihres Kindes während ihrer Abwesenheit einfach zu teuer ist und der gesamte Nebenverdienst in die Kinderbetreuung fließt. Dabei könne man in bestimmten Einkommensstaffeln sein Kind 120 Stunden im Monat für gerade einmal 36 Euro in Tagespflegeeinrichtungen betreuen lassen. Köhler: „Da lohnt sich dann auch ein 400-Euro-Job.“

Zumal alle Tagespflegeeinrichtungen sehr flexibel auf die Bedürfnisse der Eltern eingehen können. Kein Kind ist verpflichtet zu kommen. Wenn es nur an den Tagen kommt, an dem Mutter arbeitet, ist das in Ordnung. Und auch Schichtdienstzeiten können größtenteils abgedeckt werden. So bietet zum Beispiel die Einrichtung an der Neuen Straße feste Betreuungszeiten von 9 bis 19 Uhr. Nach Absprache sind aber auch Betreuungen ab sechs Uhr oder über 19 Uhr hinaus möglich. Unter bestimmten Umständen kommen die Pflegemütter auch in die Familien, übernehmen im häuslichen Umfeld die Kinderbetreuung. Auch an Wochenenden wird betreut: Christiane Köhler: „Dafür ist die Nachfrage aber eher gering.“

Die Eltern dieser Kinder in der Tagespflege sind schlau: Sie erhalten bereits Zuschüsse vom Landkreis.

Foto: rc

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