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Turnier des Reitvereins Bückeburg-Meinsen mit unterhaltsamem Kräftemessen

Tauziehen ein Publikumsmagnet

MEINSEN/WARBER. Außer zahlreichen reitsportlichen Konkurrenzen hat das Turnier des Reitvereins Bückeburg-Meinsen seinen Besuchern erneut ein Kräftemessen der unterhaltsamen Art geboten. Wie im Vorjahr hatten die Veranstalter einen Tauziehen-Wettbewerb ins Programm aufgenommen. Das am Sonntag ausgetragene Spektakel erwies sich einmal mehr als veritabler Publikumsmagnet.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 13:33 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 18:20 Uhr

Beim Tauziehen-Wettbewerb sind Kraft, Ausdauer, Technik und mentale Stärke gefragt. Foto: bus
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Herbert Busch Reporter
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Der heute als eigenständige Sportart geltende Wettstreit verfügt über eine weit zurückreichende Geschichte. Hinweise auf rituelle Ursprünge wurden unter anderem in Burma, Indien, Borneo und Neuguinea gefunden, wo er als Symbol für den Kampf zwischen Gut und Böse diente.

Im westlichen Europa ist das Kraft, Ausdauer, Technik und mentale Stärke erfordernde Tauziehen etwa vom Jahr 1000 an nachweisbar. In skandinavischen und germanischen Heldensagen ist von „kräftigen Spielen“ die Rede. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Sport organisiert betrieben. Von 1900 bis 1920 gehörte er zum Programm der Olympischen Spiele. Auf der Reitanlage Vauth traten aus jeweils vier Mitgliedern gebildete Mannschaften gegeneinander an. Am Start waren Vertretungen der Feuerwehren Scheie und Meinsen-Warber-Achum, des Aue-Rotts und des Ski-Clubs sowie das Team Droste und die Firma Kolb Bauelemente. Im Finale trafen Kolb und Aue-Rott aufeinander und wie vor Jahresfrist hatten die Kraftpakete aus der Bauelemente-Branche das bessere Ende für sich.

„Für das kommende Jahr müssen wir vielleicht über eine Modifizierung der Regeln nachdenken“, meinte Thomas Vauth. Der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins erkannte ebenso wie die kräftig anfeuernden Besucher, dass gegen die Kolb-Truppe keinerlei Kraut gewachsen war. „Vielleicht versuchen wir es mit einer Gewichtsregelung“, erläuterte der Vereinschef. Reichlich Potenzial, die Anziehungskraft des Turniers weiter zu erhöhen, besitze der Wettkampf allemal.

Das Turnier auf der Reitanlage Vauth erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit. Foto: bus
  • Das Turnier auf der Reitanlage Vauth erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit. Foto: bus

Das Stelldichein der Dressur- und Springreiter erlebte in diesem Jahr rund 520 Starts. „Das ist eine Zahl, mit der wir organisatorisch gut zurechtkommen“, erklärte Vauth. Schließlich gebe es vor und hinter den Kulissen eines Turniers dieser Größenordnung, bei dem die Ausrichter fast alles selbst erledigen, viel zu tun. Knapp 50 Helfer waren am Wochenende im Einsatz. „Alle ehrenamtlich und etliche auch an den Tagen davor und danach“, unterstrich der Vorsitzende.

Zumeist stehen Vereinsmitglieder, Freunde und Nachbarn den Organisatoren zur Seite. Diesmal freuten sich die Veranstalter zudem darüber, dass mit Caroline Schöttelndreier eine ehemalige Praktikantin eigens aus Schweden angereist war, um die Kräfte zu unterstützen.

Alle Hände voll zu tun hatten in diesem Jahr auch die Parkplatzeinweiser. „Wegen des an den Vortagen gefallenen starken Regens konnten wir unsere ursprünglich als Stellplatz vorgesehene Wiese nicht nutzen und mussten auf umliegende Parkmöglichkeiten ausweichen“, erklärte Vauth. Pünktlich zum Turnierstart hatten sich die Witterungsverhältnisse gebessert und am Sonntag war sogar die Sonne mit von der Partie.

Nachdem bereits am Sonntagabend eine kleine Feier für die Mitstreiter auf dem Programm stand, soll alsbald eine Grillparty organisiert werden, in deren Rahmen den Helfern noch einmal in besonderer Form Dank für ihrfen ehrenamtlichen Einsatz ausgesprochen wird.

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