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Transporter auf Bus

Diesel läuft in Kanalisation

GELLDORF. Früher Alarm gestern Morgen für die Ortsfeuerwehr Gelldorf: Auf der Bundesstraße 65 war es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Kleintransporter gekommen.

veröffentlicht am 14.05.2018 um 17:28 Uhr

Großeinsatz für die Ortsfeuerwehr Gelldorf auf der B 65: Ein Kleintransporter ist auf einen Linienbus geprallt. Kühlflüssigkeit und Hydrauliköl flossen in die Kanalisation. Foto: Ortsfeuerwehr Gelldorf

GELLDORF. Früher Alarm gestern Morgen für die Ortsfeuerwehr Gelldorf: Auf der Bundesstraße 65 war es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Kleinstransporter gekommen.

Um 6.29 Uhr rückten die Kameraden aus. Vermutlich durch dichten Nebel war es zu einem Auffahrunfall zwischen dem Bus und dem Kleintransporter gekommen. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Durch die Wucht des Aufpralls, mit dem der Transporter mit dem Bus zusammenstieß, traten große Mengen an Diesel-Kühlflüssigkeit und Hydrauliköl aus. Die Flüssigkeiten liefen zum Teil schon in die Kanalisation. Sobald die Einsatzkräfte eingetroffen waren, wurde umgehend damit begonnen, großflächig die Unfallstelle mit Bindemittel abzustreuen, sodass weitere Betriebsstoffe nicht mehr in die Kanalisation laufen konnten. Außerdem wurde umgehend ein zweiteiliger Löschangriff aufgebaut.

Der weitere Einsatzverlauf gestaltete sich für die Kameraden dann sehr zeitintensiv. Dadurch, dass schon einige Liter Flüssigkeiten in den Gully gelaufen waren, musste die Kanalisation kontrolliert werden. Es wurden das Amt 66 (Amt für Kreisstraßen, Wasser- und Abfallwirtschaft), die Straßenmeisterei und der Bauhof informiert. An verschiedenen Stellen wurden zwei Ölsperren gesetzt.

Während die Bergung des Transporters problemlos verlief, gestaltete sich die Bergung des Busses problematischer: Es mussten einige Bauteile des Busses aufwendig abgebaut und mit der Rettungsschere entfernt werden.

Die Polizei leitete den Verkehr an der Unfallstelle auf der Gegenfahrbahn vorbei, während die Feuerwehr über den gesamten Zeitraum die Unfallstelle und die Aufräumarbeiten absicherte. Allerdings stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Gegenverkehr durch Gaffer unnötig verlangsamt wurde. Spontane Verpflegung für die Kameraden gab es von dem Bistro der Aral-Tankstelle.

Nachdem die Firma Winkelmann die Straße von den Betriebsstoffen befreit hatte, übergaben die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an die Straßenmeisterei und konnten wieder einrücken. Nach gut sechs Stunden war der Einsatz unter Leitung von Ortsbrandmeister Patrik Möller beendet.

Angesicht des Schadens der Fahrzeuge grenzt es wohl an ein Wunder, dass der Fahrer mit leichten Verletzungen und ohne Zuhilfenahme von Rettungsgeräten vor dem Eintreffen der Feuerwehr bereits aus dem Fahrzeug befreit werden konnte. red

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