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Behindertenbeirat lässt nicht locker

Bedarfsampel an Bushaltestelle: Beirat will mehr Sicherheit

RINTELN. Fünf Bushaltestellen im Stadtgebiet sollen im kommenden Jahr behindertengerecht umgestaltet werden. Der Behindertenbeirat stimmte in einer Sitzung im Rathaus jetzt den Planungen zu – und machte damit den Weg für die Beantragung entsprechender Zuschüsse beim Land frei.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 17:44 Uhr

Bushaltestelle und Baustellenampel an der L 438 im Bereich Neelhofsiedlung. Foto: kk
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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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Die Stadt muss dann nämlich nur zehn Prozent der Umbaukosten selbst tragen. Der Beirat hat jedoch noch eine deutlich weitergehende Forderung: Er möchte im Bereich der Haltestellen an der Neelhofsiedlung eine Bedarfsampel für Fußgänger dauerhaft durchsetzen.

Die Haltestellen Neelhofsiedlung Südseite, Berliner Straße in Engern, Oldendorfer Straße in Ahe, vor der Schule in Möllenbeck und am Alten Zollhaus in Todenmann sollen baulich optimiert werden. Damit soll Behinderten die Nutzung erleichtert werden.

Dazu gehört der Einbau sogenannter „taktiler Elemente“. Das sind Bodenplatten, die Rillen und Noppen aufweisen und so seh- und gehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern. Stolperfallen würden entschärft, die Bordsteinkante muss eine gewisse Höhe haben, um den Einstieg in den Bus zu erleichtern. Die Wartehäuschen müssen außerdem genügend Platz bieten, damit auch Rollstuhlfahrer bei schlechtem Wetter Schutz finden.

Hohe Bordsteinkante im Einstiegsbereich, taktile Elemente auf dem Boden: behindertengerecht gestaltete Bushaltestelle in Todenmann. Foto: kk
  • Hohe Bordsteinkante im Einstiegsbereich, taktile Elemente auf dem Boden: behindertengerecht gestaltete Bushaltestelle in Todenmann. Foto: kk

Und schließlich muss die Zuwegung gut nutzbar sein. Darüber freuen sich nicht nur behinderte Menschen, sondern auch Senioren. Wer auf einem Kiesweg schon einmal versucht hat, mit einem Rollator voranzukommen, weiß zum Beispiel einen festen Belag zu schätzen.

Wie Beiratsvorsitzender Manfred Pollmann erläuterte, wird eine weitere Haltestelle komplett erneuert, nämlich die an der Neelhofsiedlung Nordseite. Dieses Bushäuschen und die Freiflächen drum herum sind einfach zu klein, um des Andrangs insbesondere bei Abfahrt der Schulbusse Herr zu werden.

Gerade weil zu Stoßzeiten viel Betrieb an den Haltestellen herrscht, fordert der Behindertenbeirat für diesen Bereich dauerhaft eine bedarfsgesteuerte Fußgängerampel. Davon würde nicht nur seine Klientel profitieren, sondern besonders auch die Schulkinder. Derzeit gibt es eine solche Ampel, diese wurde aber nur für die Zeit der Baustellenumleitung Steinbergen installiert.

In der Vergangenheit war das Thema Ampel bereits mehrfach diskutiert worden. Allerdings hieß es immer, dass zu wenig Fußgänger unterwegs seien, um eine entsprechende Investition zu rechtfertigen beziehungsweise überhaupt genehmigt zu bekommen. 2016 hatte sich der Ortsrat Ahe-Engern-Kohlenstädt dafür ausgesprochen, auf der Landesstraße 438 im Bereich Neelhofsiedlung Tempo 70 einzuführen. Derzeit gilt hier im Zuge des Umleitungsverkehrs wegen der Baustelle in Steinbergen noch Tempo 50. Spätestens nach Abschluss der Arbeiten wird das Thema aber wohl auf der Tagesordnung landen.

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