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Mit Trockeneis und Nussschalen

Hotel am Kloster eröffnet – erste Gäste übernachten bereits

MÖLLENBECK. Vergangenen Mittwochmorgen: In der Domäne am neu eingerichteten Hotel ist gerade der Wäschewagen vorgefahren. Was bedeutet, die ersten Gäste waren bereits da. Ja, bestätigen Anne Lee-Bollhöfer und Anthony Robert Lee, „wir waren selbst überrascht“.

veröffentlicht am 11.06.2018 um 17:02 Uhr
aktualisiert am 11.06.2018 um 17:40 Uhr

Anthony Robert Lee zeigt eines der elf Doppelzimmer. Foto: leo
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Hans Weimann Reporter
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Die ersten Gäste seien mit einer Hochzeitsfeier gekommen und wollten im Hotel übernachten. Das Haus war gerade durch das Bauamt und den Brandschutz abgenommen worden, der Frühstücksraum mit dem neuen Mosaikboden noch gesperrt, Handwerker bauten den Fahrstuhl ein.

Ein Gast habe sogar von der Autobahn aus bei Bad Oeynhausen kurz vor Mitternacht angerufen, ob er noch einchecken könne. Konnte er.

In dem komfortablen Hotel, eine umgebaute Scheune mit Heuboden, werden sich die Gäste wohlfühlen. Es gibt elf Zimmer, darunter Familienzimmer mit „Schlafkojen“ für Kinder, ein Zimmer ist behindertengerecht eingerichtet.

Gestaltet worden sind die Räume nach Ideen der mit der Familie bekannten Innenarchitektin Stephanie Thatenhorst aus München. Die hat Architektur studiert und zählt zu den angesagten Innenarchitekten in Deutschland. In einem Interview mit einem Fachmagazin hat sie einmal ihre Arbeitsweise erläutert: Innenarchitektur sei auch ein Spiegel der Umgebung. „Nur Orte mit einer Seele können Gemütlichkeit ausstrahlen.“ In diesem Sinn ist das neue Hotel „ein Ort mit Seele“. Bei einem Umbau eines historischen Gebäudes sind Ideen gefragt. Wie bearbeitet man eine alte Holztreppe so, dass die originale Maserung wieder zum Vorschein kommt, Sandstrahlen nicht das gewünschte Ergebnis bringt? Die Lösung: mit Trockeneis und Nussschalen.

Die Stufen zum Obergeschoss, dem ehemaligen Heuboden, bestehen aus massivem Holz, einem Eichenstamm, den der Orkan „Friederike“ gefällt hatte. Alexander Meier (den viele vom Bauernmarkt kennen, wo er Kettensägen-Kunst vorführt) hat die Stufen aus dem Stamm geformt. Dass das Hotel bereits geöffnet hat, erfreute übrigens auch Rintelns Marktmeister Daniel Jakschik. So konnte er die Band gleich vor Ort unterbringen und hat dafür acht Zimmer gebucht.

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