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Nach dem Dittel-Rückzug

Keine nachhaltige Perspektive mehr

RINTELN. Das folgenschwere Schreiben erreichte Bürgermeister Thomas Priemer am Dienstagmorgen: ImmoInvest-Geschäftsführer Norbert Dittel erklärte darin seinen Rückzug aus dem Brückentorprojekt, seine Leidensfähigkeit war erschöpft.

veröffentlicht am 25.04.2018 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 25.04.2018 um 18:40 Uhr

Kein schöner Anblick: der Brückentor-Komplex vom Pferdemarkt aus gesehen. Foto: tol
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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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Man sei in einem Stadium angekommen, „wo sich bestimmte Ortspolitiker öffentlich derart echauffieren, dass ich in der Entwicklung des Objekts nicht mehr nur in zeitlicher Hinsicht für mich keine nachhaltige Perspektive erkennen kann“, schreibt Dittel in seinem Brief, den er dieser Zeitung als persönliche Stellungnahme zur Verfügung stellte. Dann der entscheidende Satz: „Ich bitte daher um Ihr Verständnis, dass ich dieses Projekt nicht mehr weiterverfolge und den notwendigen Vertragsrücktritt wegen nicht erreichbarer dort ausbedungener Ziele bei den Herren Schneidewind (den Eigentümern, Anm. der Redaktion) erklären werde.“

Dittel führt mehrere Gründe für seinen Schritt an. Der Investor spricht zwar der Stadt und ihren Gremien nicht das Recht zum Nachverhandeln und zum Abwandeln von Planungen ab. Es sei jedoch „unlauter“, einen potenziellen Investor trotz Kenntnis aller Rahmenbedingungen zu Investitionen in Planung, Modellbau und Verkehrsuntersuchungen zu bewegen, um dann „kurz vor Toresschluss aufzuwachen und das Oberste zuunterst zu drehen“. Dieses Verhalten sei kritikbedürftig. In diesem Zusammenhang zitiert Dittel eine Schlagzeile unserer Berichterstattung: „So verschreckt man einen Investor“. Um als persönliche Anmerkung hinzuzufügen: „Korrekt!“

Dittel bedauert, dass es ihm nicht gelungen sei, die „Alternativlosigkeit des Projekts“ herauszustellen. Neben den „Saalfragen“ führt er Rechtsunsicherheiten mit der Bauleitplanung an, die derzeit wohl nicht „zu heilen“ seien.

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