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Motorradlärm kaum mehr Thema

Tränen für Raser

TAUBENBERG. Motorradlärm und Raser auf den Kreisstraßen rund um die Taubenberg-Dörfer: Auf der Ortsratssitzung war das kaum mehr Thema. Die Dorfgemeinschaft Wennenkamp kündigte an, bald eine Geschwindigkeitsanzeige zu installieren.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 14:39 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 17:00 Uhr

Der Ortsrat „ist mit seinen Mitteln am Ende“, verkündete Ortsbürgermeister Bodo Budde bei der Ortsratssitzung. Foto: Archiv
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite
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TAUBENBERG. Letztlich spielte das Thema keine große Rolle mehr: Die Geschwindigkeitsüberschreitungen und der Lärm, der von Motorradfahrern in den Taubenberg-Dörfern verursacht wird, wurde auf der Ortsratssitzung in der vergangenen Woche nicht mehr als eigener Tagesordnungspunkt behandelt. Auch Diskussionen gab es während der Sitzung nur noch wenige.

Das lag vielleicht an den Worten von Ortsbürgermeister Bodo Budde, die die Einwohnerfragestunde einleiteten: Immer wieder habe der Ortsrat durch Gespräche und Anträge versucht, des Problems Herr zu werden. Die nun installierten Tempolimits „sind nicht das, was wir wollten“. Doch nun habe der Ortsrat keine Mittel mehr: „Die Bürger müssen jetzt in Eigeninitiative handeln.“ Ausufernde Diskussionsrunden würden daher in diesem Rahmen gar nicht erst zugelassen.

Ein Wennenkämper Anwohner bezeichnete es dennoch als „frustrierend“, dass der Ortsrat behaupte, mit allen Mitteln am Ende zu sein. „Das ist schwach!“, regte er sich gegenüber dem Ortsrat darüber auf, dass nicht sämtliche Mittel der übergeordneten politischen Behörde vorgeschlagen worden seien. Ein weiterer Bürger wunderte sich, ob das Thema Tempolimit auf der L 434 zwischen Goldbeck und Friedrichswald „unter den Tisch gefallen“ sei. Hier breite sich der Schall aus, sodass es laut sei. Friedrichswald habe die längste Ortsdurchfahrt – hier müsse man Maßnahmen gegen Raser ergreifen.

Friedel Garbe von der Bürgerinitiative gegen Motorradlärm kündigte an, dass die Dorfgemeinschaft Wennenkamp 2500 Euro in die Hand genommen habe, um eine Geschwindigkeitsanzeige zu installieren: Wenn jemand zu schnell fährt, wird er mit einem traurigen Display-Gesicht zum Langsamfahren angehalten. Die Anzeige soll bald angebracht werden. „Der Ortsrat hat keine 2500 Euro“, entgegnete Bodo Budde und nannte dieses Engagement „lobenswert“.

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