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Radfahrstreifen Richtung Eisbergen markiert

Weil die Kassen leer sind: Stadt kreiert „Radweg light“

Rinteln (who). Für Radler, die den Weserradweg am Doktorsee entlang in westlicher Richtung gen Eisbergen folgen, hört die komfortable Beton-Rollbahn bislang abrupt an der Einmündung auf die Verbindungsstraße zwischen Möllenbeck und Eisbergen auf. Hier endet das Stadtgebiet von Rinteln – und obwohl die Portaner gerne den Weg weiter ausbauen würden, scheitert der gute Wille an der augenblicklich schwachen Gemeindekasse. Eine Art „Radweg light“ soll eine akzeptable Zwischenlösung bringen.

veröffentlicht am 28.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 20:21 Uhr

Auch die Radweg-Sparversion ist nicht umsonst zu bekommen. Etwa

Mit durchbrochenen weißen Streifen hat die Stadt Porta auf beiden Seiten der Straße einen einspurigen Radfahrstreifen markieren lassen, um die Strecke sowohl für Autofahrer als auch für Radler zu entschärfen. So erklärt Reinhard Busch aus Eisbergen, Resssortleiter für Sicherheit und Ordnung bei der Stadtverwaltung in Hausberge. „Damit soll gleichzeitig erreicht werden, dass die Radfahrer in dem Bereich hintereinander fahren und nicht in Pulks nebeneinander.“

Das Ganze sei gewissermaßen ein Modellversuch gemeinsam mit der Bezirksregierung. „Denn so etwas gibt es eigentlich nicht in der Straßenverkehrsordnung.“ Dafür, dass die beiden Fahrstreifen direkt an der Eisberger Brücke enden, hat Busch ebenfalls eine Erklärung: Radfahrer sollen auf der Fahrbahn bleiben und nicht, wie vielfach angenommen, die Fußgängerwege der Brücke benutzen, die sowieso zu eng seien.

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