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Samtgemeindefeuerwehr zieht Bilanz / Wehr Ahnsen erhält 2018 neues Fahrzeug

102 Einsätze: Zahl so hoch wie noch nie

EILSEN. Die Samtgemeindefeuerwehr mit den Ortswehren Ahnsen, Bad Eilsen, Buchholz und Luhden verfügt über insgesamt 80 aktive Kameraden und Kameradinnen (fünf mehr als in 2016), teilte Gemeindebrandmeister Hartmut Krause während der Versammlung der Wehr Luhden mit. Die Aktiven fuhren im vergangenen Jahr insgesamt 102 Einsätze. „Eine Zahl so hoch wie noch nie“, stellte Krause fest.

veröffentlicht am 12.01.2018 um 11:04 Uhr
aktualisiert am 12.01.2018 um 17:10 Uhr

Gemeindebrandmeister Hartmut Krause legt seine Jahresstatistik auf den Hauptversammlungen der vier Freiwilligen Ortsfeuerwehren Ahnsen, Bad Eilsen, Buchholz und Luhden vor. Foto: möh

Autor:

Cord-Heinrich Möhle
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In 2016 waren es stolze 42 weniger, wie die Statistik des Gemeindebrandmeisters vermeldet. In der Zahl 102 sind 36 technische Hilfeleistungen enthalten (plus drei). Unter anderem wurde hierbei ein Schaf aus der Aue gerettet und verletzte Menschen mussten bei Verkehrsunfällen versorgt werden. Zudem befreite die Feuerwehr Personen aus einem steckengebliebenen Fahrstuhl und drei Mal hatte sie die Aufgabe, eine Wohnungstür für den Rettungsdienst zu öffnen. Und: 62 Mal rückte die Feuerwehr auf Samtgemeindeebene zu einem Tageinsatz (7 bis 19 Uhr) aus und wurde 40 Mal zu einem Nachteinsatz (19 bis 7 Uhr) gerufen.

Die Freiwillige Feuerwehr verzeichnete im vergangenen Jahr „nur“ neun Brandeinsätze, wobei zwei von ihnen als Großbrände bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich um einen Bus und ein Wohnmobil auf der Autobahn, die in hellen Flammen standen und von der Wehr gelöscht werden mussten. Mit Ziel „A 2“ rückten die Feuerwehrkameraden insgesamt gleich 15 Mal aus. Und speziell die Feuerwehr Buchholz war drei Tage lang in einem Hochwassereinsatz im Landkreis Hildesheim. Ferner gehörten sieben sogenannte Brandsicherungswachen zu den Aufgaben, die erledigt werden mussten.

Bei dieser hohen Zahl der Einsätze sei es hervorragend, dass die Samtgemeinde als Feuerlöschträger immer dafür Sorge trage, dass das umfangreiche Material, das die Feuerwehr benötige, immer vorhanden sei. Gemeindebrandmeister Hartmut Krause dankte der Samtgemeinde beziehungsweise Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann, die sich unermüdlich für die Belange der Wehr einsetzten und notwendigen Werkzeug kauften. So erhielten die Aktiven neue Einsatzüberjacken (wir berichteten) und es wurden 33 neue Schutzhelme gekauft. Die Ortsfeuerwehr Luhden freut sich unter anderem über eine neue Motorsäge, zwei Brandfluchthauben, vier Atemschutzmasken, zwei Forsthelme und Spezialwerkzeug, um bei Anforderung „recht behutsam“ und ohne Riesenschaden Wohnungs- und Haustüren öffnen zu können, wenn beispielsweise dahinter hilflose Personen vermutet werden.

Auch in diesem Jahr wird die Samtgemeinde dafür sorgen, dass die Wehr „rund um die Uhr“ einsatzbereit ist. Wie Svenja Edler, die allgemeine Stellvertreterin des Samtgemeindebürgermeisters Bernd Schönemann, mitteilte, soll speziell die Freiwillige Feuerwehr Ahnsen ein neues Fahrzeug erhalten und auch das Feuerwehrgerätehaus in Buchholz wird umgebaut. Beide Maßnahmen waren zwar bereits für 2017 geplant, wurden aber verschoben.

Natürlich gehen die Kameraden mit ihren Arbeitsgeräten sorgsam um. Jetzt wurde sogar ein ADAC-Fahrsicherheitstraining an zwei Terminen, an denen 16 Kameraden teilnahmen, absolviert. Gemeindebrandmeister Hartmut Krause: „Dieses Geld, das wir dafür ausgeben, zahlt sich unterm Strich aus. Immerhin bewegen wir Fahrzeuge, die schon einmal 300 000 Euro kosten.“ Und das Training diene schließlich nicht nur dazu, „Macken“ an den Fahrzeugen zu verhindern, sondern sei auch für die Sicherheit und Gesundheit der Fahrer und der Besatzung der Feuerwehrautos immens wichtig, wie Krause unterstrich.

Auf Samtgemeindeebene leisten derzeit 30 Atemschutzgeräteträger ihren Dienst. Die Luhdener Wehr stellt allein 13 von ihnen. Der Gemeindebrandmeister nutzte die Gelegenheit, den Atemschutzbeauftragten Daniel Bölsing und Karsten Lindemeier für ihre Arbeit besonders zu danken Die Kameraden mit dem Atemschutz gelten als die „Speerspitze der Wehr“, denn sie müssen, um die Lage zu klären, in der Regel als erste Personen in ein brennendes Haus.

Recht gut gestaltet sich auch die Nachwuchsarbeit im Bereich der Samtgemeinde, wie Gemeindebrandmeister Hartmut Krause in seiner Statistik ausweist. So gehören der Jugendfeuerwehr in Bad Eilsen 14 Jungen und Mädchen an. Insgesamt 24 Kids sind derzeit in die beiden Kinderfeuerwehren gemeldet. Hierbei wird allerdings ein Rückgang von 16 Kindern gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Hartmut Krause: „Die Kinderfeuerwehren betreuen natürlich auch die interessierten Kleinen aus den Flüchtlingsfamilien. Diese Familien bleiben in der Regel nicht für immer in der Samtgemeinde.“

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