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THW-Landesverband übt in Reinsdorf

13 Notlagen bewältigt

BÜCKEBURG/REINSDORF. Rund 140 Frauen und Männer, 18 Großfahrzeuge und einen riesigen Radlader hat eine Übung zusammengeführt, die vor Kurzem vom Landesverband Bremen/Niedersachsen des Technischen Hilfswerks (THW) auf dem Gelände des früheren Raketenstützpunktes Reinsdorf veranstaltet worden ist.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 15:59 Uhr

Mechaniker gerettet: Einsatzkräfte bergen einen „schwer verletzten“ Mann. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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Den ganztägigen Vergleichswettkampf der Bergungsgruppen bestritten neun Teams aus den Ortsverbänden Burgdorf, Hannover-Langenhangen, Lehrte, Rinteln, Ronnenberg, Springe, Stadthagen und Wunstorf.

Zu den Hauptdarstellern zählte auch der Bückeburger Ortsverband. Die vom Ortsbeauftragten Ralf Kater geleiteten Ehrenamtlichen konnten allerdings nicht in den Wettstreit um den voluminösen Wanderpokal eingreifen. „Bückeburg hat vor drei Jahren den ersten Platz belegt und darf den Regularien entsprechend daher nicht aktiv teilnehmen“, erläuterte Landesverband-Geschäftsführer Alexander Isaak.

Bückeburger

organisieren perfekt

Stattdessen kümmerte sich die Kater-Crew im Zusammenspiel mit dem Landesverband als Ausrichter um die Herrichtung des Areals und die Organisation der Vergleichsübung. Dafür gab es viel Lob von allen Seiten. „Bis ins Detail absolut professionell, eine Meisterleistung“, unterstrich Isaak, der zudem die Voraussetzungen auf dem bis 1997 von der Koninklijke Nederlandse Luchtmacht verwalteten Stützpunkt herausstellte. „Wir stören niemand und wir werden nicht gestört, total ideal“, urteilte der Geschäftsführer.

Auf dem früher als Teil des niedersächsischen Abschnitts des NATO-Luftverteidigungsgürtels dienenden Gelände mussten die Teams insgesamt jeweils 13 Notlagen-Aufgabenstellungen bewältigen. Die unter das Motto „Peterchens Mondfahrt“ gestellte Übung hielt Herausforderungen parat, die schon durch ihre Bezeichnung Rückschlüsse auf das zu Erwartende zuließen.

Mal ging es „Ab durch die Hecke“, mal war „Baupfusch“ auszumachen, ein anderes Mal hieß es „Land unter“ und „Feuer und Flamme“. Bei „Glen’s Car Service“ fanden die Bergungskräfte eine auf Autogas-Umrüstungen spezialisierte Kfz-Werkstatt vor. „Beim Umbau kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall“, legten die Wertungsrichter dar. Der Gastank wurde beschädigt, das Restgas ist explodierte, die Hebebühne versagte und ein Fahrzeug stürzte auf einen Mechaniker.

An dieser Station hatten die THW-Experten 60 Minuten Zeit, um die Situation zu bewältigen. „Die Aufgaben sind allesamt an reale Hilfsleistungen angelehnt“, erklärten Kater und Isaak.

Praxisnähe wird

groß geschrieben

Zur Praxisnähe trug auf dem von zahlreichen Ruinen und brachliegenden Gebäuden geprägten Areal überdies das Mitwirken von Polizei, Feuerwehr, DRK und ABS bei.

Am Ende des Tages hatten die aus Lehrte angereisten Helfer die meisten Punkte auf dem Konto. Den zweiten Platz belegte der zweite Zug aus Hannover-Langenhagen den dritten die Helfer aus Springe. Die Titelverteidiger aus Bückeburg brachten ihre Vorfreude zum Ausdruck, in drei Jahren in Lehrte wieder zu den aktiven Konkurrenten gehören zu können.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80 000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit der Hilfseinrichtung im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen gilt das THW als gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei und andere Hilfsorganisationen.

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