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Gemeindefest voller Erfolg

18 Torten vertilgt

KALLETAL-VARENHOLZ 18 verzehrte Torten, ein mit Menschen überfüllter Saal, fast 100 verkaufte „Heimatblätter“ und ein nettes Programm – das ist, kurz zusammengefasst, die Bilanz des Gemeindefestes der ev.-ref. Kirchengemeinde Varenholz gewesen.

veröffentlicht am 17.07.2017 um 16:23 Uhr

Die Kinder-Trommelgruppe des SuS Stemmen-Varenholz in Aktion. Foto: pr
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KALLETAL-VARENHOLZ Pastor Christian Brehme spannte die Besucher mit ein, die Schilder hochzuhalten hatten. Es folgte ein fast babylonisches Sprachgewirr durch mehrere Sprecher. Dann klärte Brehme auf: Gottes Geist führe zusammen. Das Verstehen untereinander werde durch ihn gefördert. „Jeder ist bei uns mit seiner Fremdheit willkommen“, erklärte der Geistliche. Es sei wie bei einer Eisenkette: Auf jedes einzelne Glied komme es an. Reißt eins, sei alles aus. „Alle müssen stark sein, und der schöne Ort Varenholz soll es auch sein“, resümierte Brehme.

Vera Varlemann, Vorsitzende des Kirchenvorstandes, war die nächste Rednerin. Sie ehrte vier Damen, die seit nunmehr 30 Jahren für den Kuchen und die Kuchenkasse beim Gemeindefest zuständig sind. Es sind: Ursula Tilgner, Marlene Tilgner, Erika Jarosch und Edith Schmedtkord. Varlemann überreichte ihnen Blumen – und zwar, sehr passend, „fleißige Lieschen“. Das gab viel Beifall. Den erhielt auch wieder der Frauenchor der Kirchengemeinde für seinen Gesang und ein ausländischer Mitbürger für seine Darbietung.

Hans-Ulrich Krause stellte anschließend die neue Schrift „Heimatblätter“ vor. Auf erneut 82 Seiten stehen über 30 Kapitel zu Themen aus Vergangenheit und Gegenwart der drei Weserdörfer Erder, Varenholz und Stemmen. Er verwies auf die „Varenholzer 3-S-Kur“, die einst im Sanatorium von Dr. Finke verabreicht wurde (die drei S standen für Sauerstoff, Stoffwechsel, Sanierung). Überhaupt sei ein Schwerpunktthema in diesem Heft die ärztliche Versorgung. Ein großer Komplex behandelt auch das Geschäft und Lokal der Familie Buschmeier in Erder. Dort gab es einst die Frauen-Haarpflegeprodukte „Fit und Flott“ sowie „Dipididu“. Der Redner erwähnte, das auch Sportliches erneut Einzug in die Schrift gehalten habe. So wird an den Aufstieg der ersten Fußballmannschaft des SuS Stemmen-Varenholz erinnert, die vor genau 50 Jahren sensationell in die 1. Kreisklasse Lemgo aufgestiegen war. Unvergessener Spielertrainer war Fritz Beling, der wie vier Mitstreiter aus dieser Aufstiegself nicht mehr lebt. Ein großer Bericht gilt Jan Meißner, der 18 Jahre lang Bürgermeister in Varenholz war und insgesamt fünf Berufe ausgeübt hatte.

Ursula Tilgner, Marlene Tilgner, Erika Jarosch und Edith Schmedtkord werden für ihre drei Jahrzehnte währenden Verdienste um die Kuchenkasse mit Blumen geehrt.Pastor Christian Brehme und Vera Varlemann freuen sich. Foto: pr
  • Ursula Tilgner, Marlene Tilgner, Erika Jarosch und Edith Schmedtkord werden für ihre drei Jahrzehnte währenden Verdienste um die Kuchenkasse mit Blumen geehrt.Pastor Christian Brehme und Vera Varlemann freuen sich. Foto: pr

Nach diesen vielen Informationen schmeckten Kaffee und Kuchen. Danach ging es draußen weiter. Zunächst war die Kinder-Trommelgruppe des SuS Stemmen-Varenholz unter Leitung von Gisela Henke zu erleben. Dann traten die Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr Varenholz-Stemmen in Aktion. Moderator ihrer Vorführung war Thorsten Böckstiegel. Bei einem mächtigen Feuerstoß kippte eine Besucherin, wohl vor Schreck, obwohl weit entfernt sitzend, von der Bank. Sie war aber sofort wieder wohlauf. Kinder durften unter Anleitung von Thorsten Mannetter Feuerlöscher bedienen. Böckstiegel gab wertvolle Tipps. Natürlich gehörte auch das Kinderschminken zum Programm, von Kindergarten-Mitarbeiterinnen mit viel Einfallsreichtum ausgeführt. Petra Rinne, Leiterin des Kinderkreises, hatte für die Kinder einen Geschicklichkeitskurs aufgebaut.

Vor dem Gemeindehaus sind zwei neue Schaukästen aufgestellt worden. Vera Varlemann dankte Michael Blaczkowski und Heinz Steuer vom Heimat- und Verkehrsverein Varenholz-Stemmen für das Aufbauen und der Firma Eggersmann für die Unterstützung.

Die Kollekte des Gemeindefestes wird für die Renovierung der Schlosskirche verwendet. Wie Gemeindepfarrer Christian Brehme erklärte, sei es nach 40 Jahren an der Zeit, das Innere des Gotteshauses zu überholen.red

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