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Spende vom Weihnachtszauber

45 000 Euro für die Stiftung Lesen

BÜCKEBURG. Den Erlös aus der Spendenaktion des Weihnachtszaubers in Höhe von 45 000 Euro überreichten die beiden Gesellschafter Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Mechthild Wilke an Dr. Jörg F. Maas und Irina Wartenpfuhl von der Stiftung Lesen.

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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite

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BÜCKEBURG. 45 000 Euro, das ist der Erlös aus der Spendenaktion des Weihnachtszaubers zugunsten der Stiftung Lesen. Zum zweiten Mal nach 2011 hatte die Großveranstaltung im vergangenen Jahr die 1988 in Bonn zur Förderung von Lesefreude und Lesekompetenz gegründete Stiftung auf Schloss Bückeburg zu Gast. Einen entsprechend ausgestellten Scheck überreichten jetzt die beiden Gesellschafter Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Mechthild Wilke an Dr. Jörg F. Maas und Irina Wartenpfuhl von der Stiftung Lesen.

Zusammengekommen ist die Spendensumme unter anderem durch den Verkauf von 12 500 Lebkuchenherzen, gesponsert von der Produktionsgesellschaft Schäfer’s, sowie von Prominenten handsignierten Weihnachtskugeln. Aber auch heimische Sponsoren wie die Sparkasse Schaumburg, bei der Spendenübergabe vertreten durch Oliver Schiller, und das Autohaus Rostek unterstützten die Charity-Aktion.

Zahlreiche Prominentenbesuche flankierten die Zusammenarbeit von Weihnachtszauber und Stiftung Lesen: So gaben unter anderem Moderator Ingo Nommsen, Model Sarah Knappik, die Schauspielerinnen Mariella Ahrens und Alexandra Kamp, die Autoren Florian Langenscheidt und Amelie Fried sowie Bettina Wulff mit Lesungen, Autogrammstunden und Backvorführungen der Großveranstaltung auf Schloss Bückeburg im Jahr 2016 eine besondere Note. Und zu einem wirklich furiosen Publikumserfolg geriet das Engagement für das Lesen, als Weihnachtsmann Jürgen Braunroth und seine Engelsschar im offenen Cabrio der Firma Rostek über das Schlossgelände kurvten und die von der Bäckerei Schäfer’s gespendeten Lebkuchenherzen an die Besucher verteilten.

Ein riesiges Dankeschön richtete Stiftungs-Hauptgeschäftsführer Maas an die Verantwortlichen des Weihnachtszaubers für diesen Erfolg. Man habe sich zwar nach der erfolgreichen Zusammenarbeit von 2011 sehr auf eine Wiederholung gefreut, „aber dass das so durch die Decke gehen würde, damit hat wirklich niemand bei uns gerechnet.“ Hausherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe konnte das Kompliment nur zurückgeben: „Es war auch für uns ein echtes Erlebnis, und wir machen das sehr gerne wieder.“ Mechthild Wilke erinnerte daran, wie eine Delegation des Weihnachtszaubers inklusive Fürst und Weihnachtsmann Braunroth zahlreiche Lebkuchenherzen in heimischen Kindergärten verteilte.

Geht es nach Maas, dann soll das Engagement des Weihnachtszaubers gerade in der heimischen Region für mehr Lesefreude und Lesekompetenz sorgen. So plane man die Einrichtung eines Leseclubs an einer heimischen Schule und werde diese drei Jahre in Folge direkt unterstützen. „Wir haben in Deutschland 7,5 Millionen funktionale Analphabeten“, so der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Daher geht es uns nicht nur um kuscheliges Vorlesen in gut situierten Bereichen, sondern vor allem darum, jungen Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen das Lesen nahezubringen.“ Welche Schule Standort des Leseclubs sein wird, darüber werde man sich zu gegebener Zeit mit Fürst Alexander austauschen, kündigte Maas an. Möglicherweise werde man dazu auch die heimische Politik mit ins Boot holen.

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