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Handeln, bevor es zu spät ist

Überflutungen verhindern – Ortsbürgermeister hat eine Idee

KRANKENHAGEN. Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht ist besorgt. „Die Exter steigt bei starken Regenfällen rasant an, reißt viel Treibholz mit.“ Der Unterhaltungsverband Exter-Wesertal kennt das Problem, weigert sich jedoch, Totholz aus den Uferbereichen zu entfernen.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 17:06 Uhr
aktualisiert am 06.11.2017 um 18:10 Uhr

Für Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht stellt das Totholz am Ufer der Exter eine Gefahr dar. An den Brückenpfeilern könnten sich die Baumstämme verkeilen. Überflutungen wären die Folge. Foto: leo
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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
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KRANKENHAGEN. „Die Bürger sind besorgt“, sagt Gerald Sümenicht, als er von der Brücke auf die Exter schaut. Im Moment liegt der Fluss friedlich da, ist der Wasserstand niedrig – doch das ist nicht immer so. „Die Exter steigt bei starken Regenfällen rasant an, reißt viel Treibholz mit“, sagt Krankenhagens Ortsbürgermeister. Das bleibt nicht ohne Folgen: „Das Totholz und die Baumstämme verkeilen sich an den Brückenpfeilern.“ Dadurch staut sich der kleine Fluss auf und wird immer breiter. „Überflutungen sind die Folge“, erklärt der Krankenhäger. „Das Wasser läuft dann in die Häuser, die entlang der Exter stehen, und flutet die Keller“, berichtet Sümenicht vom letzten Hochwasser. Für den Ortsbürgermeister ist eines klar: „Wir dürfen nicht zulassen, dass das Wasser sich staut.“ Seiner Meinung nach müsste mehr geräumt werden. Insbesondere das Holz, das jetzt noch am Ufer liegt, würde beim nächsten Hochwasser eine Gefahr darstellen.

Der Unterhaltungsverband Exter-Wesertal mit Sitz in Hessisch Oldendorf kennt das Problem. „Wir als Verband sind für den ordnungsgemäßen Wasserfluss zuständig. Wenn Baumstümpfe, Stämme oder Äste in der Exter treiben, holen wir die natürlich raus“, sagt der Verbandsvorsitzende, Werner Buchmeier. Er und seine Kollegen seien jedoch nicht für das Totholz zuständig, dass am Ufer liegt, auch wenn dieses bei der nächsten Flut weggespült werden könnte. „Es gehört nicht zu unseren Aufgaben, Holz von den Uferböschungen wegzuräumen. Dafür ist der jeweilige Eigentümer zuständig, auf dessen Grundstück das Treibgut liegt“, erklärt Buchmeier. Darüber hinaus habe der Verband viel investiert und erst vor Kurzem mit Bagger und Seilwinde große Baumstämme aus der Exter geholt, gibt Buchmeier im Gespräch mit unserer Zeitung zu bedenken.

Ortsbürgermeister Sümenicht genügt das nicht. „Jederzeit kann es wieder zu Überflutungen kommen, weil sich das Wasser an der Brücke staut“, sagt er. „Es kann nicht sein, dass man wartet, bis das Totholz im Wasser treibt. Man muss vorher handeln, damit es nicht so weit kommt.“ Sümenicht schlägt vor, dass die Stadt Rinteln und der Unterhaltungsverband Exter-Wesertal eine Arbeitsgemeinschaft bilden und gemeinsam die Gefahr am Fluss beseitigen.

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