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Drei Jungen malträtieren Dackel mit angezündetem Chinakracher / Besitzer reagiert erbost

Übler Scherz: "Seppl" mit Knallern geschockt

Krankenhagen (ur). Immer noch zwischen Schmerz, Betroffenheit und Zorn schwankt Heinz Fauth aus Krankenhagenüber das, was drei Jungen im Alter zwischen 13 und 15 aus der Nachbarschaft seinem geliebten "Seppl" angetan haben.

veröffentlicht am 21.03.2007 um 00:00 Uhr

Heinz Fauth ist vor allemüber die Gedankenlosigkeit und Brutalit

Die Jugendlichen näherten sich über einen Nebenweg dem Grundstück, wo der vierjährige Dackel auf- und ablief. Dann warfen sie dem kleinen Kerl einen angezündeten Chinakracher von erheblicher Größe über den Zaun - so, als ob er ein Stöckchen apportieren sollte. Zum Glück explodierte der Knaller, bevor der Dackel ihn erreichen konnte und so blieben ihm außer einem erheblichen Schock weitere Schädigungen erspart. "Das hätte ganz übel enden können", ereifert sich Fauth. "Das war so ein Böller, mit dem man notfalls auch einen Briefkasten sprengen kann!" Die Jungs entfernten sich danach vom Tatort, doch konnte Fauth sie dann doch noch erreichen und ihre Namen festhalten: "Sie redeten sich dann damit heraus, dass jeder die Hauptschuld auf den anderen schob - im Prinzip gaben sie aber zu, dass sie den Anschlag aus lauter Langeweile begangen haben." Fauth verzichtete zunächst mit Rücksicht auf den bereits strafmündigen 15-Jährigen auf eine Anzeige bei der Polizei, ist sich aber inzwischen nicht mehr ganz sicher, ob die Benachrichtigung der Eltern ausgereicht hat, um die Jungen wirkungsvoll zu beeindrucken. "Die Eltern wirkten zwar auf ihre Kinder ein, sich beimir zu entschuldigen, aber noch vor der Tür begannen sie sich schon wieder über diesen Ablauf zu amüsieren." Er hätte erwartet, dass die Jugendlichen wenigstens veranlasst worden wären, im Dorfe Müll einzusammeln oder ähnliches, "um den Ernst dieser Angelegenheit deutlich zu machen". Schließlich handele es sich hier nicht um einen möglichen Versicherungsfall, sondern um die Gefährdung eines schutzlosenLebewesens. Um Nachfragen vorzubeugen: "Seppl" hat sich inzwischen wieder von dem Schock erholt.

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