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Wachablösung an der Spitze

Adolfiner: Steffen Behlau folgt auf Klaus-Dieter Schnierl

BÜCKEBURG. Nach 24 Jahren Vorstandsarbeit im Adolfiner-Verein, davon die vergangenen zehn Jahre an der Vereinsspitze, hat Klaus-Dieter Schnierl das Amt des Vorsitzenden in jüngere Hände gelegt. Auf den 71-jährigen Oberstudienrat i. R. vom Gymnasium Adolfinum Bückeburg folgt mit einstimmiger Wahl Steffen Behlau:

veröffentlicht am 06.11.2017 um 14:39 Uhr
aktualisiert am 06.11.2017 um 17:10 Uhr

Harald Grimme (stellvertretender Vorsitzender, v. li.) mit Klaus-Dieter Schnierl (als Vorsitzender verabschiedet), Kassierer Dr. Michael Kricheldorf und der neue Vorsitzende Steffen Behlau. Foto: jp
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Wachwechsel im Vorstand des Adolfiner-Vereins: Nach 24 Jahren Vorstandsarbeit, davon die vergangenen zehn Jahre an der Vereinsspitze, hat Klaus-Dieter Schnierl das Amt des Vorsitzenden in jüngere Hände gelegt. Auf den 71-jährigen Oberstudienrat i. R. vom Gymnasium Adolfinum Bückeburg folgt mit einstimmiger Wahl Steffen Behlau: Der 54-jährige Bückeburger (Abiturjahrgang 1983) versah im Vorstand bislang das Amt des Schriftführers und kümmerte sich um die digitalen Belange des Vereins ehemaliger Schüler und Lehrer des Gymnasiums Adolfinum Bückeburg.

Formal tauschen beide dabei ihre Vorstandsposten: Denn Klaus-Dieter Schnierl wird kommissarisch bis zur Wahl eines neuen Schriftführers im kommenden Jahr diese Funktion übernehmen, anschließend den Vorstand als Beisitzer ohne Stimme unterstützen. Dieses Amt versah bislang der ehemalige Schulleiter Wilhelm Gieseke, der ebenfalls in diesem Jahr nicht mehr kandidierte. Der stellvertretende Vorsitzende Harald Grimme und Kassierer Dr. Michael Kricheldorf wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Großartig neu ausrichten möchte der neue Vorsitzende den Adolfiner-Verein nicht. „Warum sollte ich an der wirklich sehr guten Arbeit meines Vorgängers etwas ändern?“ Auch in Zukunft will der Verein ein breites Spektrum an Fachbereichen des Adolfinums fördern und unterstützen – mit besonderem Schwerpunkt auf Fächer mit sozialem Schwerpunkt wie beispielsweise Sport, Musik oder darstellendes Spiel. So unterstützte der Verein im vergangenen Jahr die Beschaffung eines dritten Ruder-Einers für die Ruderriege Schaumburgia und engagierte sich beim Projekt „Schule als Staat“. Außerdem bezuschusste der Verein die Anschaffung eines neuen Konzertflügels.

Verhalten optimistisch fällt die Einschätzung der Mitgliederentwicklung aus. Nach einer weiteren, deutlichen Talfahrt im Jahr 2015 – bedingt vor allem durch Todesfälle und das Aussortieren von Karteileichen – gelang es 2016, den seit Jahren anhaltenden massiven Abwärtstrend zu stoppen. Mit 552 Mitgliedern (gegenüber 556 im Vorjahr) stagnierte die Mitgliederzahl des Adolfiner-Vereins erstmals. Grund dafür war, dass der demoskopisch bedingte Aderlass erstmals durch eine ausreichende Zahl von Neueintritten aufgefangen werden konnte. Als „exzellente Mitglieder-Akquise“ hätten sich dabei die stets am ersten September-Wochenende veranstalteten Adolfiner-Treffen im Gebäude des Gymnasiums an der Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße erwiesen, so Steffen Behlau.

Auch Klaus-Dieter Schnierl ist von dem neuen Konzept der Veranstaltung überzeugt: „Es hat sich absolut bewährt, dazu nicht nur die silbernen, goldenen und diamantenen Abiturienten, sondern alle ehemaligen Schüler und Lehrer des Adolfinums einzuladen. Dadurch hatten wir dieses Jahr dort so viele Besucher wie noch in keinem Jahr zuvor.“

Auch in diesem Jahr habe das Adolfiner-Treffen bereits zu einer spürbaren Zahl von Neueintritten geführt. Um diesen positiven Trend zu fördern und zu verstärken, möchte Steffen Behlau mit dem Adolfiner-Verein noch stärker in den Medien sowie in den sozialen Netzwerken Präsenz zeigen. Kassierer Dr. Michael Kricheldorf bescheinigte dem Verein eine sehr gesunde finanzielle Lage. Durch solide Rücklagen sei man in Zukunft auch für größere Projekte zugunsten des Adolfinums gewappnet.

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