weather-image
12°
Diesmal nicht von Sonne verwöhnt, das Altstadtfest / Trotzdem wurde mit toller Musik gefeiert

Altstadtfest: Irgendwann kracht es eben mal

RINTELN. Es gab Stunden, da ging es auf dem Altstadtfest so vergnügt zu wie immer: Unzählige Menschen, die vor den drei Musikbühnen tanzten, andere, die sich vor Cocktailbar und Grillständen zusammenfanden oder zwischen den vielen Buden von Bühne zu Bühne wanderten. Am Samstag konnte man sogar von einer „lauen Sommernacht“ sprechen. Wenn da nur nicht immer und immer wieder dieser Regen gewesen wäre, der die gesamte Szene regelmäßig leer fegte.

veröffentlicht am 13.08.2017 um 17:30 Uhr
aktualisiert am 13.08.2017 um 19:10 Uhr

VIP heizte dem Publikum ein.
ri-cornelia2-0711

Autor

Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite

So war bei diesem Fest echtes Durchhaltevermögen bis zum Sommer-Sonntag gefragt, vor allem am Freitagabend, als so herausragende Bands wie „Pimpy Panda“ vor einem arg zusammengeschrumpften Publikum spielten, das sich unter den Dächern der Gastronomie verkroch oder tapfer mit Regenschirm aushielt. „Ich möchte fast von einer Katastrophe sprechen“, schrieb der Rintelner Musiker Michael Kluwe gegen 23 Uhr auf Facebook. Er selbst saß zwar gemütlich mit Freunden auf dem überdachten Balkon seiner Wohnung am Marktplatz, aber natürlich fürchtete er, dass sein eigener Auftritt am Samstag mit dem Countrysänger Steve Smith ebenso im Regen untergehen würde.

Und tatsächlich war das Wetter auch den ganzen Samstag über dem Altstadtfest nicht gerade gnädig. Bewundernswert, dass alle eingeladenen Bands trotzdem musikalisch aufs Ganze gingen. Während Kasperle und Seppl am Nachmittag auf der Extertalbühne am Kirchplatz leider kaum Zuhörer in den Nieselregen locken konnten, versammelten „Daisy Town“, „Plek Attack“ und „Keine Panik“ tapfere Fans vor ihren Bühnen. Am Abend dann kam doch noch richtig Stimmung auf, so hingebungsvoll ließen sich die „Jukebox Sixx“, die „Vip Entertainment Band“ und die „Disko Lords“ auf ihre Aufgabe ein, vier Stunden zu spielen, als fiele kein einziger Regentropfen.

„So ist das Leben!“, meint dazu Marktmeister Daniel Jakschik, der am dann endlich sonnigen Sonntag lächelnd die vielen, vielen Menschen beobachtet, die nun Kirch- und Marktplatz bevölkern und die Stände in der Weserstraße umringen. „In den letzten Jahren war das Wetter einfach fantastisch. Es kann nicht ausbleiben, dass es dann doch mal kracht.“ So ähnlich sehen es die meisten Beschicker des Festes, angefangen bei Bäcker Hartmut Hakenbeck, der sowieso immer gute Laune hat, bis hin zur Sektkellerei Duprès aus Neustadt, die am Kirchplatz eine gemütliche Sitzecke aufgebaut hatten. „Ja, wir waren viel mit dem Trocknen der Bänke beschäftigt“, sagt Ines Blinke, die den Sekt an die Nicht-Biertrinker ausschenkte. Am Sonntag endlich wurde der reizvolle Platz für einen Sonnen-Sekt genutzt.

Es gibt kein schlechtes Wetter – nur unpassende Kleidung.
  • Es gibt kein schlechtes Wetter – nur unpassende Kleidung.
Zwischen den Regenpausen behalf man sich eben anders.
  • Zwischen den Regenpausen behalf man sich eben anders.
270_0900_57367_ri_asf_so_1051.jpg
270_0900_57462_ri_asf_sa_2088.jpg
Es gibt kein schlechtes Wetter – nur unpassende Kleidung.
Zwischen den Regenpausen behalf man sich eben anders.
270_0900_57367_ri_asf_so_1051.jpg
270_0900_57462_ri_asf_sa_2088.jpg

Oliver Diermann vom Gewürzstand Dudel hat sich seinen Humor ebenso wenig nehmen lassen. „An den Regentagen haben wir eben für den letzten Tag geübt“, meint er, und kommt nun tatsächlich kaum noch damit hinterher, seine Kunden zu bedienen.

Wer Glück an diesem verkaufsoffenen Sonntag hatte, war der Einzelhandel. Für die Rintelner Geschäftsleute dürfte sich ihr Tag kaum von den letzten Altstadtfesten unterschieden haben. „Alles in allem ist es gut gelaufen, jedenfalls von der organisatorischen Seite her“, so Daniel Jakschik. „Vor allem die Bands kann ich loben, wie sie Auf- und Abbau hinbekommen haben.“ Man müsse es eben sportlich nehmen“, meint er. Und das haben alle wirklich getan.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare