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Atompolitik: Soll Deutschland am Ausstieg festhalten?

Sebastian Edathy, SPD:

veröffentlicht am 11.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:22 Uhr

Sebastian Edathy
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„Die SPD hat unter Rot-Grün den Atomausstieg geregelt und damit einen langjährigen gesellschaftlichen Konflikt befriedet. Es ist klar: Atomenergie ist eine Risikotechnologie und die Endlagerung abgebrannter Brennstäbe ist nicht geregelt. Daher wird die SPD am Atomausstieg festhalten.“

Christopher Wuttke, CDU:

„Ich selber sehe eine Laufzeitverlängerung ehrlich gesagt nicht kommen – man sollte sich an Entscheidungen halten, die in der Vergangenheit getroffen worden sind. Es ist die Frage, mittels welcher Alternativen man es hinbekommt, den Grundlastbereich abzudecken – wenn das gelingt, bin ich für den Ausstieg.“

Katja Keul, Grüne:

„Mit uns wird es eine Laufzeitverlängerung definitiv nicht geben. Atomenergie birgt zu große Risiken, es gibt kein sicheres Endlager – und die Versorgung ist auch ohne Atomenergie sichergestellt. Wichtiger ist, die Entwicklung erneuerbarer Energien voranzutreiben, sodass dass hier neue Arbeitsplätze entstehen.“

Christopher Wuttke
  • Christopher Wuttke
Katja
Keul
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Dietmar
Mattiat
  • Dietmar Mattiat
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Dietmar
Mattiat

Heiner Schülke, FDP:

„Es gibt zwei Sicherheitsaspekte zu bedenken. Zum einen die Atomkraft selber: Es wäre Unsinn, zum Beispiel das Kraftwerk Grohnde abzuschalten, das zu den sichersten überhaupt gehört. Außerdem sollten wir uns beim Thema Energie vom Ausland nicht zu abhängig machen – Atomkraft gehört zum Energiemix.“

Dietmar Mattiat, Die Linke:

„Die Linke steht für den sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft. Die Allgemeinheit muss zu hohe Kosten für die Entsorgung des Atommülls zahlen, die Technologie ist zu gefährlich. Alle anderen Möglichkeiten zur Energieerzeugung sind besser, deswegen gibt es nur eines: Raus aus der Atomwirtschaft!“

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