weather-image
24°
Kostenfrage gibt den Ausschlag

Auch 2017 keine Ährensache

BÜCKEBURG. Die Landmesse „Ährensache“ wird es nach der Pause im vergangenen Jahr auch 2017 nicht geben. Dies teilten auf Anfrage Hofkammer-Direktor Christian Weber und Schlossverwalter Alexander Perl mit. Schuld daran sei vor allem die nach wie vor nicht gelöste Frage der Finanzierung der Großveranstaltung.

Von 2011 bis 2015 konnten Jung und Alt bei der Landmesse „Ährensache“ mit vielen Tierarten auf Tuchfühlung gehen. Foto: Archiv JP
jp01

Autor

Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BÜCKEBURG. Traurige Nachricht für alle Fans der Landmesse „Ährensache“: Nach der Pause im Jahr 2016 wird es auch 2017 keine Rückkehr des großen, bäuerlich-ländlichen Treibens im Bückeburger Schlosspark geben.

Vor allem die nach wie vor nicht gelöste Frage der Finanzierung der Großveranstaltung, die von 2011 bis 2015 immer am letzten Augustwochenende Tierhalter, Landwirte, Gastronomen, Hofladenbetreiber, Markthändler, Vereine, Museen und diverse Anbieter aus dem landwirtschaftlichen Spektrum im Schlosspark zusammenführte, sei der Grund für diese Entscheidung gewesen, teilten Hofkammer-Direktor Christian Weber und Schlossverwalter Alexander Perl jetzt auf Anfrage mit.

In den fünf Jahren ihres Bestehens war die Schaumburger Landmesse gerade unter heimischen Besuchern zu enormer Beliebtheit gelangt, hatte jedoch für die gastgebende Hofkammer unterm Strich stets mit tiefroten Zahlen abgeschnitten. Christian Weber: „Da ist über die Zeit ganz schön was zusammengekommen.“ Im Februar hatten der Hofkammer-Direktor und der Gründer der „Ährensache“ Andreas Trzeschan daher eine einjährige Denkpause angekündigt, um für die Großveranstaltung ein neues, weniger verlustbringendes Konzept zu erarbeiten. Doch den gordischen Knoten zu durchhauen, auf der einen Seite die hohen Kosten für Technik, Personal und Logistik zu senken, auf der anderen Aussteller und Besucher aber auch nicht durch zu hohe Standgebühren und Eintritte zu überfordern, gelang nicht: Ohne ein wirtschaftliches Neukonzept wird es daher auch 2017 keine Neuauflage geben.

Auch die Idee, die „Ährensache“ mit den „Barocktagen“ zu kombinieren, sei wieder verworfen worden, teilte Weber mit. Zu unterschiedlich seien Idee und Zielpublikum beider Events gewesen. Noch möchte der Hofkammer-Direktor ausdrücklich nicht von einem endgültigen Aus sprechen: „Denn eigentlich ist die Ährensache eine ganz, ganz tolle Idee.“ Doch auch ihm sei klar, dass eine Reaktivierung nach zwei Jahren Pause nur schwer zu bewerkstelligen sei. Schlossverwalter Alexander Perl: „Wenn wir einen Sponsor hätten, würden wir es sofort wieder machen.“

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare