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Schwerer Verkehrsunfall auf A 2

Auto fährt unter Sattelzug

PORTA WESTFALICA. Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica wurde am vergangenen Samstag gegen 4.32 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 2 Fahrtrichtung Hannover zwischen Vennebeck und Veltheim alarmiert. Ein Jaguar war bis zur B-Säule unter einen Sattelzug geraten.

veröffentlicht am 14.01.2018 um 12:00 Uhr
aktualisiert am 14.01.2018 um 13:36 Uhr

Das Auto ist auf dem Rastplatz unter den stehenden LKW geraten. Schwer verletzt konnte der Fahrer geborgen werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica

PORTA WESTFALICA. Schwerer Unfall auf der Autobahn 2: Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica wurde am vergangenen Samstag gegen 4.32 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 2 Fahrtrichtung Hannover zwischen Vennebeck und Veltheim alarmiert.

In der Zufahrt zum Rastplatz Fuchsgrund war ein PKW auf einen abgestellten Sattelzug aufgefahren – der Fahrer wurde bei dem Unfall im PKW eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte ihn mit einer aufwendigen technischen Rettung aus dem Fahrzeug befreien.

Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte um 4.32 Uhr durch die Kreisleitstelle mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“. In der Zufahrt zum Rastplatz Fuchsgrund war ein polnischer Sattelzug abgestellt. Ein PKW mit niederländischen Kennzeichen der Marke Jaguar war in der Zufahrt zum Rastplatz auf den polnischen Sattelzug aufgefahren und hatte diesen teilweise unterfahren.

Während des Einsatzes blieb der Fahrer glücklicherweise ansprechbar. Foto: Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica
  • Während des Einsatzes blieb der Fahrer glücklicherweise ansprechbar. Foto: Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica
Bis zur B-Säule steckte das Fahrzeug unter dem Sattelzug. Foto: Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica
  • Bis zur B-Säule steckte das Fahrzeug unter dem Sattelzug. Foto: Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica
Die Einsatzkräfte konnten den schwer verletzten Fahrer aus dem Auto bergen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica
  • Die Einsatzkräfte konnten den schwer verletzten Fahrer aus dem Auto bergen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica

Bei Eintreffen der Rettungskräfte steckte der PKW etwa bis zur B-Säule unter dem Auflieger fest und hatte den Auflieger nach oben gedrückt. Die drei hinteren Achsen des Aufliegers hatten auf der rechten Seite keinen Bodenkontakt mehr.

Der Fahrer des Jaguars wurde im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt, er war aber während der gesamten Rettung ansprechbar. Die massive Bauweise des Jaguars XF und die moderne Sicherheitstechnik des Fahrzeugs hatten nicht unerheblich zum Überleben des Fahrers beigetragen.

Der eingeklemmte Fahrer wurde im Fahrzeug rettungsdienstlich und notärztlich versorgt. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und leuchtete sie aus.

In Absprache mit dem Notarzt wurde die technische Rettung durchgeführt. Dazu wurde der Auflieger mit Büffelwinden (Hydraulikhebern) gesichert, angehoben und abgestützt. Am Jaguar wurden zwei Hydrauliksätze eingesetzt. Das Dach des PKWs wurde vom Kofferraum bis etwa zur B-Säule geöffnet, mit Spreizern und Hydraulikstempeln konnte ausreichend Platz für die Befreiung der eingeklemmten Person geschaffen werden. Die eingeklemmte Person wurde auf einem Spineboard aus dem Fahrzeug geholt und ins Klinikum Minden transportiert.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten wurden ausgelaufene Betriebsmittel mit Bindemitteln abgestreut. Gegen 6 Uhr waren alle eingesetzten Mittel zurückgebaut, die Einheiten konnten die Einsatzstelle nach Übergabe an die Polizei verlassen. Die Unfallfahrzeuge wurden durch ein Bergungsunternehmen abtransportiert.

Während der Rettungsarbeiten musste die rechte Fahrbahn der A 2 in Höhe des Rastplatzes gesperrt werden. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens zu dieser Zeit kam es nicht zu einem Rückstau.

Der Einsatz wurde gegen 6.15 Uhr beendet. Einsatzleiter war Hansfried Kuhnke, eingesetzte Kräfte waren die Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache, die ehrenamtlichen Löschgruppen aus Holzhausen, Holtrup, die Einsatzdokumentation, der Einsatzführungsdienst sowie ein Rettungswagen aus Porta und ein Notarzt aus Minden.

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