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Bückeburger in der Klinik

Auto in Weser – Ersthelfer retten Senior

GROSSENWIEDEN/BÜCKEBURG.Aus bisher unbekannter Ursache ist ein von einem 82-jährigen Bückeburger gelenkter Pkw in die Weser gefahren. Der Senior konnte geborgen und in eine Klinik gebracht werden.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 12:09 Uhr

Nächtlicher Einsatz in Großenwieden: Feuerwehrleute halten ein Rettungsboot der Hamelner Feuerwehr auf Position. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Mittwochabend, 19.35 Uhr. Der Fährmann von Großenwieden greift zum Telefon. Thomas Henseleit ruft Wim Ossenkop an – er meldet dem ehrenamtlichen Feuerwehrmann, was er soeben beobachtet hat. Ein Auto ist an seiner Fähre vorbei in die Weser gefahren. Jemand sitzt noch hinter dem Steuer. Die Person droht zu ertrinken. Ossenkop läuft zur Fährstelle. Ohne zu zögern, springt der Großenwiedener ins eisige Wasser. Die Ersthelfer Jan-Erik Tillner und Juljan Feriz folgen ihm. Die drei mutigen Männer schwimmen zu dem Wagen, versuchen zunächst vergeblich, das Opfer zu befreien. Plötzlich geht die Fahrertür auf. Die Retter ziehen den Senior ans Ufer, betreuen ihn bis zum Eintreffen des Notarztteams. Laut Polizei handelt es sich bei dem Unfallfahrer um einen 82 Jahre alten Bückeburger. Warum er in den Fluss gefahren ist, lässt sich zunächst nicht klären. Retter behandeln das Opfer, bringen es ins Krankenhaus.

Der Fährmann hat unterdessen auch die Leitstelle informiert. Feuerwehren aus Großenwieden und Hessisch Oldendorf rücken an. In Hameln machen sich Feuerwehrtaucher und Bootsführer auf den Weg zum Unglücksort. Der Wagen ist längst untergegangen und mehr als 100 Meter weit abgetrieben. Scheinwerfer und Rücklichter leuchten allerdings noch. Taucher steigen in die Fluten. Sie wollen am Auto ein Stahlseil befestigen. Mit einer Seilwinde sollte das Fahrzeug aus der Weser gezogen werden.

Gesperrt: Auf der Hauptstraße in Großenwieden stehen Notarzt- und Rettungswagen. Foto: ube
  • Gesperrt: Auf der Hauptstraße in Großenwieden stehen Notarzt- und Rettungswagen. Foto: ube
Feuerwehrtaucher rüsten sich aus. Foto: ube
  • Feuerwehrtaucher rüsten sich aus. Foto: ube
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