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Stadt bittet um Hinweise auf Täter

Baumfrevel im Landschaftsschutzgebiet Nordholz

BÜCKEBURG. Unbekannte Täter haben im Landschaftsschutzgebiet Nordholz grundlos Bäume gefällt oder angesägt. Die Stadtverwaltung bittet um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

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BÜCKEBURG. Zurzeit schneidet die Stadt ihre Hecken entlang der Wirtschaftswege und Gräben. Dabei folgen die Mitarbeiter den Anweisungen der Stadtverwaltung: Wirtschaftswege müssen für landwirtschaftliche Geräte passierbar sein. Äste sollen nicht an landwirtschaftlichen Maschinen hängen bleiben und Schäden anrichten. Die Landwirte müssen unbeschadet zu ihren Wirtschaftsflächen gelangen können. Auch Gräben werden freigeschnitten, damit ein bestimmter Wasserabfluss möglich ist und gewährleistet werden kann.

Diese Eingriffe tätigt der Baubetriebshof der Stadt Bückeburg in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar eines jeden Jahres. In Nordholz an der Bruchstraße fiel bei der regulären Pflege ein Baumfrevel der besonderen Art auf, wie die Stadtverwaltung jetzt in einer Pressemitteilung ausführte: Eichen an der Grabenböschung sind mutwillig am Stammfußbereich angesägt worden. Das Absterben und spontane Umbrechen war sichtlich Ziel des Eingriffs, welches auch nach gewisser Zeit des Ansägens erfolgte, heißt es in der Pressenotiz. Noch dazu wurde eine Gefährdung von Personen in Kauf genommen, die von den umstürzenden Gehölzen verletzt werden können.

Die Bäume störten weder das Befahren des landwirtschaftlichen Weges, noch hinderten sie das Wasser im Graben am Abfließen, so die Stadt. Aus städtischer Sicht waren die Bäume auf dem besten Weg, landschaftsprägend heranzuwachsen: „Neben dem ökologischen Schaden ist ärgerlich, dass bereits Steuer-Pflegegelder in den Bäumen stecken.“

Daher hat die Stadt Bückeburg bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt erstattet und bittet um sachdienliche Hinweise zur Tat. Weiter wird darauf hingewiesen, dass die Tat neben einer Sachbeschädigung auch eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die mit Bußgeld bis zu 5000 Euro geahndet werden kann. Die Anpflanzung lag im Westen des angrenzenden Grünlandes und birgt somit keine gravierenden Nachteile für die Bewirtschaftung. Daher wird der Fachbereich Umwelt im Herbst an derselben Stelle eine Neuanpflanzung von Eichen und Erlen vornehmen.red

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