weather-image
24°

bdies354

„Das weiß ich doch jetzt noch nicht!“ So reagierte der noch amtierende Bürgerkönig Peter Davidovic auf die Frage, ob er das Triple anstrebt, also dreimal hintereinander Bürgerschützenkönig zu werden. Schon zweimal hintereinander Bürgerkönig zu werden, hatte vor ihm in der über 400-jährigen Geschichte des Bürgerbataillons niemand geschafft. „Wissen Sie eigentlich, wie klein die Zehn ist? Ein kleiner Wackler reicht und nichts geht mehr.“ So ganz abgeneigt scheint er nicht zu sein.

veröffentlicht am 27.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:41 Uhr

Eins ist gewiss: Bürgermeister Reiner Brombach wird nicht der neue Bürgerkönig. Als Auswärtiger, als Rintelner, darf er laut der Schießordnung des Bürgerbataillons nicht am Schießen um die Königswürde teilnehmen. Das dürfen nur männliche Bückeburger, die mindestens 21 Jahre alt sind, und seit einem Jahr ihren Erstwohnsitz hier haben. Aber vielleicht wird es in zwei Jahren etwas: Wie zu vernehmen war, ist der Bürgermeister auf der Suche nach einem geeigneten Domizil in Bückeburg.

Seine Probleme mit der Lippischen Rose am Revers hatte Fürst Alexander. Sie stand auf dem Kopf, wie der ehemalige Bürgerkönig Andreas-Paul Schöniger bemerkte und flugs zu Hilfe eilte. Schon war die Rose gerichtet. Bleibt noch die Frage, warum der Fürst unter der Rose goldene Handschellen ans Revers geheftet hat. Abtrünnige Untertanen verhaften?

Locker sah Stadtmajor Rolf Netzer, dass die neue Ausrückordnung am Mittwochabend noch nicht allen Männern geläufig war – trotz eindeutigen Bataillonsbefehls. „Dann klappt es halt nicht, das regt mich nicht mehr auf.“ Gesagt, getan. Keine Spur von Aufgeregtheit, nur fragende Blicke, als auch ihm nicht klar war, ob nun er „Rechts um“ zu befehlen hatte. Oder doch die Bundeswehr. rc

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare