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Großes Fest zum Abschluss des Reformationsjubiläums

Bei Martin zu Tisch

RINTELN. Zum Abschluss des Reformationsjubiläums laden die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden und der Kirchenkreis am Montag, 30. Oktober, zu einem großen Fest in den Brückentorsaal am Pferdemarkt ein. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.

veröffentlicht am 13.10.2017 um 13:33 Uhr

Stillleben mit Martin-Luther-Figürchen und Abendmahl-Darstellung in der Hohenroder Kirche. Foto: tol
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Am Vorabend des in diesem Jahr arbeitsfreien Reformationstags werden alle Sinne angesprochen: Das rustikale Buffet schmeichelt Leib und Magen. Dazu werden Lutherbier, Wein und Nichtalkoholisches gereicht.

Die Livemusik auf historischen Instrumenten mit Paduanen und Ronden, Allemanden und Sarabanden aus der Lutherzeit ist etwas für die Seele. Und fürs Herz geben sich die in zwei Schauspielern wiederauferstandenen Martin und Käthe Luther mit dem Theaterstück „Mein lieber Herr Katharina“ sowohl die Ehre als auch Einblicke in ihr turbulentes Eheleben. Dabei kommen Zeitzeugen zu Wort und Zitate aus den zahlreichen Briefen. Tatsachen und Geschichten werden auf unterhaltsame Weise miteinander verknüpft.

Es wird also für 18 Euro viel geboten. Eintrittskarten gibt es in den Gemeindebüros. Auch in der Superintendentur, Schlingstraße 8 in Rinteln, sind Karten zwischen Montag und Freitag in der Zeit von 7 bis 13 Uhr erhältlich. Sie können zudem telefonisch unter (05751) 52 66 oder per E-Mail an Sup.rinteln@evlka.de reserviert und dann vor Beginn der Veranstaltung im Saal abgeholt und bezahlt werden. Vorverkauf oder Reservierung sind bis zum Mittwoch, 25. Oktober, möglich.

Das Theaterstück, das an diesem Abend zur Aufführung im Brückentorsaal kommt, heißt „Mein lieber Herr Katharina“ und vermittelt den Zuschauern heitere Betrachtungen aus dem Hause Luther. „Ich wollte meine Käthe um ganz Frankreich und Venedig nicht mehr hergeben, darum weil sie mir Gott geschenkt hat.“ Diesen Satz hat Martin Luther seinerzeit niedergeschrieben. Als er im Jahr 1525 Katharina von Bora heiratete, geschah dies wohl eher aus Pflichtgefühl gegenüber der entlaufenen Nonne, welche nicht anderweitig „unter die Haube zu bringen war“. Doch auch allen Voraussagen und Anfeindungen zum Trotz lernte Martin Luther seine Käthe schätzen und lieben, denn Katharina war dem großen Herrn Luther durchaus gewachsen. Sie organisierte und leitete mit Bravour den ersten protestantischen Pfarrhaushalt. Dass dies nicht leicht war, lag bei diesen beiden starken Persönlichkeiten wohl auf der Hand.

Nun geben sich Herr und Frau Luther die Ehre und geben Einblicke in ihr turbulentes Eheleben. Dabei kommen Zeitzeugen zu Wort und Zitate aus den zahlreichen Briefen. Tatsachen und Geschichten werden auf unterhaltsame Weise miteinander verknüpft. So können sich die Zuschauer auf eine vergnügliche Theatervorstellung freuen, bei der Livemusik, wie damals im Hause Luther, nicht fehlen darf. Regie führt Harald Richter.

Die Livemusik steuert das Musikensemble aus Hannover bei. Das Ensemble spielt Musik aus der Zeit Martin Luthers. Dazu gehören klassische Choräle, die teilweise auf Martin Luther selbst zurückgehen. Vor allem aber wird Tanzmusik der Zeit zu hören sein. Tänze wie Saltarello, Ronde, Allemande oder Sarabande wurden damals auf verschiedensten Instrumenten musiziert und auf Marktplätzen, bei Feierlichkeiten und vor allem auch an den Höfen von Fürsten und Königen musiziert. Neben den sanfteren Streicherklängen kommen auch Instrumente wie das Krummhorn, die Chalumeau und verschiedene Flöten zum Einsatz. Die Leitung des Ensembles hat Dieter Klaus Peise. Die Besetzung: Lilli Hamann, Flöten; Ann-Sophie Schmidt und Sophia Bookmeyer, Chrotta; Dieter-Klaus Peise, Tenor-Viola da gamba und Blasinstrumente; Karl Ludwig Schmidt, Bass-Viola da gamba. Dazu erklingen einige Schlaginstrumente.

Das für hungrige Festbesucher aufgebaute rustikale Buffet beinhaltet halbe Grillhaxen, bayerischen Bierbraten (Krustenbraten in Biersud), Leberkäse, Speck-Kartoffelsalat, warmes Sauerkraut, Rettichsalat, süßen und mittelscharfen Senf sowie Brezeln oder Laugengebäck. Dazu werden „Lutherbier“ und weitere alkoholische und nichtalkoholische Getränke gereicht. red

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