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Gartenbauverein veranstaltet zum 125-Jährigen Tag der offenen Tür

Besuch im Schaugarten lohnt sich - "denn alles weiß man nie"

Stadthagen (mw). Der Gartenbauverein Stadthagen hat sein 125-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Zahlreiche Gartenfreunde haben sich aus diesem Anlass ein Stelldichein im Schaugarten des Vereins gegeben.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 15:51 Uhr

Wilhelm Wilkening (v.l.), Mitglied des Gartenbauvereins Stadthag

Zum Auftakt des Schautages erinnerte der Vereinsvorsitzende Dieter Kellermeier daran, dass der Verein im Jahre 1882 als "Verein für Geflügelzucht und Obstbau im Fürstentum Schaumburg-Lippe" gegründet worden war. Während zunächst die Geflügelzucht eine herausragende Stellung inne gehabt habe, hätten die Obstbauern schon sehr bald nachgezogen. 1934 trennten sich die Geflügelzüchter laut Kellermeier von den Obstbauern, wobei sich Letztere aufgrund "höherer Befehle" von da an Kreisgartenbauverein Stadthagen nannten. Erst seit 1965 trage der Verein den Namen "Gartenbauverein Stadthagen und Umgebung". Den in der Habichhorster Straße gelegenen, gepachteten Schaugarten betreibe der Verein allerdings bereits seit 1961. Etliche Gartenliebhaber statteten dem Gartenbauverein am Sonntag einen Besuch ab. Hannelore Hielscher aus Krainhagen etwa war mit ihrem Ehemann vorbeigekommen. "Wir haben selber einen großen Obstgarten", erklärte sie. Sie seien daher daran interessiert, Informationen über den Obstbaumschnitt und neue Obstsorten zu erhalten. Hanne-Lore Braun aus Rinteln wollte dagegen in Erfahrung bringen, "wie man biologisch Unkräuter und Ungeziefer bekämpft". Als Vertreter des "Obst- und Gartenbauvereins Barsinghausen" war Martin Flügge mit weiteren Vereinsmitgliedern angereist, um den Stadthäger Gartenfreunden zum Jubiläum zu gratulieren. Zudem gebe es auch immer etwas Neues zu sehen, meinte er, denn "alles weiß man nie". Und Klaus Rückwold war - obwohl bereits seit Ende vergangenen Jahres Mitglied im Gartenbauverein Stadthagen - anlässlich des Jubiläums das erste Mal im Schaugarten. Gefallen fand er insbesondere an dem dortigen, von Libellen umschwirrten, dicht bewachsenen kleinen Teich. Anlässlich des Schautages präsentierte Gabriele Schier aus Stadthagen selbst gemachte Marmeladen. Viele seien aus in der Natur gesammelten Wildfrüchten wie etwa Felsenbirne, Hagebutte und Schlehe hergestellt worden, verriet sie. Einen Informationsstand zum Thema Imkerei betreuten Dieter Schernewskyaus Liekwegen und Gundula Piehl aus Oberkirchen. Schließlich seien Bienen und Wildbienen sehr wichtig für den Naturhaushalt und den Gartenbau, erklärte Piehl. Gartenaccessoires aus Holz in Form von Pilzen, Tierfiguren und Bänken bot Karl-Ludwig Gellermann aus Auetal-Altenhagen feil.

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