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Geschäfte und Polizei bis gestern Abend von der Außenwelt abgeschnitten

Betrunkener rast in Verteilerkasten der Telekom: Telefon und Internet tot

Rehren (la). Mit 2,0 Promille Alkohol im Blut und wohl auchüberhöhter Geschwindigkeit, ist ein 29-jähriger Rehrener gestern Nacht um 0.50 Uhr auf der Straße "Zur Obersburg" in Rehren unterwegs gewesen. An der Kreuzung zur Rehrener Straße bog er nach rechts in Richtung Lauenau ab. Hierbei geriet sein Auto ins Schleudern und auf den gegenüberliegenden Gehweg. Dort streifte er einen Gartenzaun und zerstörte Versorgungskästen der Telekom und von Eon Westfalen. Anschließend schleuderte er zurück in Richtung Fahrbahn und stieß gegen einen Straßenbaum, der durch den Aufprall entwurzelt wurde. In einem Pflanzbeet kam das Fahrzeug dann zum Stehen.Die Rintelner Polizeibeamten stellten Alkoholgeruch im Atem des Auetalers fest. Es wurde ein Blutprobe angeordnet und der Führerschein sichergestellt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:12 Uhr

In diesem Pflanzbeet endete die Trunkenheitsfahrt des Auetalers.

Durch den Unfall entstand ein hoher Sachschaden, der allerdings noch nicht beziffert werden kann. Die Gemeinde Auetal errechnete etwa 1000 Euro für einen neuen Baum und die Wiederherstellung des Gehweges, der durch den Aufprall weggedrückt worden ist. Durch die Beschädigung des Stromkastens war die Straßenbeleuchtung ausgefallen und 20 Wohnungen in Rehren bis um 3.30 Uhr ohne Strom. Auch der Handyempfang in Rehren war kurzzeitig gestört. Den größten Schaden richtete der Fahrer aber am Verteilerkasten der Telekom an, der völlig zerstört wurde. Dadurch wurden die Telefon- und Internetanschlüsse in der Rehrener Straße, der Auestraße und Teilen des Kapellenweges und des Wischfeldes lahmgelegt. Besonders schlimm hat dies die Geschäftsleute an der Rehrener Straße getroffen, die bis gestern Abend weder per Telefon noch per E-Mail, erreichbar waren. Eine Katastrophe für Geschäfte wie das Autohaus Bredemeier mit dem ADAC-Pannendienst, Fernseh Siegert, das Reisebüro oder die Sparkasse. Aber auch die Gemeindeverwaltung und die Polizeistation waren seit dem Unfall von der Außenwelt abgeschnitten. "Langsam treibt uns das alles in den Ruin", stellte Thomas Siegert verärgert fest. "Erst die Baustelle in der Rehrener Straße, dann die Stausituation durch die Autobahnbaustelle und nun auch noch so lange ohne Telefon." Die Reparatur der Telefon- und Internetanschlüsse einiger Privathaushalte dauert heute noch an.

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