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Aufgegebene Betriebe, leere Grundstücke, expandierende Firmen

Bevor es in der Gerüchteküche brodelt: Was wird eigentlich aus …?

RINTELN. Rücken auf einem Gelände Bagger oder Handwerker an, besichtigen Investoren ein Grundstück, machen in Rinteln schnell Gerüchte die Runde: Was passiert hier? Wir klären über aktuelle Projekte dieses Jahres auf.

veröffentlicht am 06.02.2018 um 17:21 Uhr
aktualisiert am 06.02.2018 um 18:48 Uhr

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Hans Weimann Reporter
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RINTELN. Rücken auf einem Gelände Bagger oder Handwerker an, besichtigen Investoren ein Grundstück, machen in Rinteln schnell Gerüchte die Runde: Was passiert hier? Wir klären über aktuelle Projekte dieses Jahres auf:

Zimmerei Requardt – erste Interessenten: Erich Requardt, der als Firmenchef der Zimmerei in der Dauestraße 5 in den verdienten Ruhestand gegangen ist, will Zimmerei und Grundstück verkaufen, auch, weil es keinen Nachfolger für das Unternehmen gibt. Erste Interessenten haben sich bei ihm schon gemeldet. Im Gespräch ist hier der Bau eines weiteren Pflegeheims oder alternativ von Wohnhäusern. Entschieden sei noch nichts, betonte Requardt auf Anfrage.

Neue Apotheke am Markt bleibt: Zu Missverständnissen hat ein Foto mit der Ansicht der Neuen Apotheke auf einem Immobilienportal im Internet geführt. Die Eigentümer aus Düsseldorf wollen das Haus am Marktplatz verkaufen. In Rinteln machte danach das Gerücht die Runde, die Apotheke schließe an diesem Standort. Apothekeninhaber Oliver Schäfer betonte in einem Telefongespräch, das sei nicht so. Selbstverständlich bleibe die Apotheke am Markt. Auch Reiner Weinhold von der Immobilienabteilung der Sparkasse versicherte, alle Mietverträge blieben bei einem Verkauf des Hauses unangetastet.

SDS-Neubau im Industriegebiet Süd: Die Firma SDS in Exten plant einen Neubau im Industriegebiet Süd, an der Dieselstraße, denn die Sicherheitsbranche boomt. „An der Behrenstraße“, sagt Geschäftsführer Bodo Budde, „platzen wir aus allen Nähten, auch der Fuhrpark passt kaum mehr auf das Grundstück.“ SDS beschäftigt aktuell 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Tochterfirma SDU 21. „Und wir suchen weiter Personal“, erklärte Budde.

Die Pläne für den Neubau sind fertig, das Grundstück an der Dieselstraße ist gekauft. Budde geht davon aus, dass SDS noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen kann. Was mit dem Haus in Exten später passiert, sei noch offen, vermutlich werde es verkauft.

Seetor-Grundstück wird bebaut: Dass am Seetor das Grundstück gegenüber dem Pflege- und -Seniorenheim für eine Bebauung vorbereitet wird, ist nicht zu übersehen. Nach SZ/LZ-Informationen ist hier der Bau eines Wohn- und Bürohauses geplant, allerdings noch nichts entschieden. Eine Baugenehmigung für das Projekt soll vorliegen. Dieses Grundstück hatte bereits vor Jahren Dr. Albrecht Preusser verkauft. Jetzt steht auch dessen großes Haus in der Seetorstraße zum Verkauf und wird im Internet für 259 000 Euro angeboten.

Knippschild baut neue Halle: Ebenfalls im Industriegebiet Süd baut die Knippschild GmbH Stahl-Maschinenbau in der Braasstraße eine neue, 1600 Quadratmeter große Produktionshalle, bestätigte Geschäftsführer Andreas Eder auf Anfrage. Das Unternehmen ist vor allem Spezialist für montagefertige Schweißkonstruktionen für Schwarzdeckenfertiger, die im Straßenbau gebraucht werden, und andere Baumaschinen.

Neuapostolische Kirche – Einzelbauplätze im Wohngebiet: Vor drei Jahren ist die Neuapostolische Kirche, Eichendorffweg 3, in der Nordstadt abgerissen worden. Das Gelände hatte die Gesellschaft für Wohnkonzepte mbH (GWK) aus Hannover gekauft, die hier Eigentumswohnungen bauen wollte. Pläne, die man inzwischen aufgegeben habe, s Geschäftsführer Thorsten Schulz. Idee sei jetzt, das 1787 Quadratmeter große Grundstück als Einzelbauplätze zu vermarkten. Planerisch kein Problem, denn das ehemalige Kirchengelände liegt in einem Wohngebiet.

Schaumburg-Restaurant – noch kein Konzept: Michael Becker, Pächter des Restaurants auf der Schaumburg, ist Ende 2017 in den Ruhestand gegangen. Was aus den leer stehenden Räumen mit Küche wird, dafür gebe es noch kein Konzept, erklärte Dietmar Weh, Leiter der Bauabteilung bei der Fürstlichen Hofkammer in Bückeburg. Ob hier wieder ein Restaurantbetrieb eingerichtet wird oder man eine andere Nutzung findet, sei offen. Die Burg ist als Anziehungspunkt für Touristen und Wahrzeichen von öffentlichem Interesse. Deshalb habe man darüber jetzt Gespräche „mit allen geführt, die dafür zuständig sind und von denen Unterstützung zu erwarten ist“, schilderte Weh.

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