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Verschönerungsverein überaltert

Blumenampeln, Vandalismus und Mitgliederschwund

OBERNKIRCHEN. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Obernkirchen (VVO) plant auch in diesem Jahr wieder einige Projekte.

veröffentlicht am 22.03.2018 um 18:48 Uhr

Der neu gewählte Vorstand: Monika Sassenberg (v. li.), Frank Ackemann, Franz Kusnierki, Barbara Röder-Schmidt, Anita Schade, Antje Pokorny. Foto: pr
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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
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„Im Mai wollen wir eine Gemeinschaftsaktion mit Gärtnereien und anderen Vereinen machen und die Blumenampeln bepflanzen. Wie schon im vergangenen Jahr wird der Bauhof die bepflanzten Blumenkörbe abholen und mithilfe eines Hubsteigers an die Laternen hängen“, gab Barbara Röder-Schmidt auf der Hauptversammlung des Vereins bekannt. Zudem würde erneut der Dämmerschoppen im Trafohaus und das Schweden-Buffet veranstaltet, so die Vorsitzende. Auch wolle man wieder mit einem Getränkestand auf dem Adventsmarkt vertreten sein. Weitere Aktionen, wie etwa die Instandsetzung von Sitzbänken, sollen kurzfristig beschlossen werden, erklärt Röder-Schmidt.

Im vergangenen Jahr habe der VVO unter anderem eine neue Sitzbank gestiftet. „Sie ist vor dem Rathaus in Obernkirchen aufgestellt worden“, sagt die Vorsitzende. Nachdenklich macht Röder-Schmidt, dass die neue vom VVO gesponserte Dino-Skulptur, die Anfang September wieder vor der katholischen Kirche aufgestellt wurde, erneut schwer beschädigt worden ist. „Bereits zum dritten Mal haben Vandalen das Kunstwerk demoliert“, berichtet die Vorsitzende. Im jüngsten Fall hätten Spaziergänger die zerstörte Skulptur später beim „Café Mikrofon“ abgegeben. Noch sei unklar, ob die Dino-Figur erneut aufgestellt werden soll.

Sorge bereitet Röder-Schmidt der allmähliche Nachwuchsschwund. „Unser Verein ist komplett überaltert. Der Altersdurchschnitt bei den Mitgliedern liegt bei 70 Jahren“, sagt die Vorsitzende. Zudem würden die derzeit noch 81 Mitglieder stetig weniger. „Die Mitgliedschaft im Verein ist mit viel Arbeit verbunden – das will heute niemand mehr machen. Die Zeiten haben sich geändert“, sagt Röder-Schmidt nachdenklich. Man habe bereits versucht, junge Mitglieder zu werben, aber alles habe nichts genützt. Man tue sich daher mit anderen Vereinen zusammen. Anders würde es nicht gehen. Schon jetzt könne der VVO einige Projekte nicht mehr durchführen. Trotzdem: „Auch wenn es schwierig ist, ich will, solange es geht, versuchen, den Verein, den es bereits seit 1931 gibt, aufrechtzuerhalten“, sagt Barbara Röder-Schmidt kämpferisch.

Bei den Wahlen wurde die bisherige Vorsitzende wiedergewählt. Franz Kusnierki wurde zum 2. Vorsitzenden und Frank Ackemann zum Schatzmeister gewählt.

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