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Boule-Dabatte: CDU/WGR spielt nicht mit

Rodenberg (bab). Das Themaöffentlicher Bouleplatz lässt die Ratsmitglieder nicht in Ruhe. Der Boulesportverein (BSV) hat die Fragestunde in der Sportausschusssitzung dazu genutzt, die Angelegenheit noch einmal aufs Tapet zu bringen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:12 Uhr

"Soweit ich weiß, ist dem Verein ein Platz angeboten worden", erinnerte Gerd Grädener (WGR), Mitglied im Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege, an den Vorschlag, den Platz am "Kleinen Brunnen" zu nutzen. Auch in der letzten Verwaltungsausschusssitzung sei dieser Beschluss noch einmal bestätigt worden, so die Vorsitzende des Sportausschusses, Catrin Döpke (SPD). Die BSV-Vorsitzende Ulrike Meyer und deren Stellvertreter Martin Bühre ließen dennoch nicht locker. Sie versuchten, den Politikern zu vermitteln, dass der Platz am "Kleinen Brunnen" bei Mitgliedern und befreundeten Vereinen nicht auf Zustimmung stößt und die Stadt mit dieser Lösung Gefahr läuft, dort Mühe, Geld und Arbeit in ein "tot geborenes Kind" zu stecken. Ein Platz an der "meistbefahrenen Straße Rodenbergs" sei kein passender Standort. "Wir haben versucht, alles zu tun, was man von uns verlangt hat", verwies Bühre auf mehrere Standortvorschläge, die der BSV eingereicht hatte. Von der Sudewiese über den Schlosspark bis zum Gelände der Sportgemeinschaft habe es Anregungen vom BSV gegeben. Bühre sieht in der Reaktion der Stadt nicht das Bemühen um einen Kompromiss. Resigniert fragten Meyer und Bühre in die Runde: "Was können wir tun? Was haben wir falsch gemacht?" Meyer, die vor der Verwaltungsausschusssitzung noch mit allen 19 Ratsmitgliedern einzeln telefoniert hatte, kann sich die Zustimmung für das Projekt auf der einen Seite und die ablehnende Haltung bei der Standortfrage auf deranderen nicht erklären. Während der BSV die Gegenargumente bei der Sudewiese (Proteste der Anwohner) absolut akzeptiere, seien ihnen die Argumente beim favorisierten Standort (nördlicher Schlosspark) nicht klar. So hartnäckig der BSV-Vorstand seine Sache vertrat, so hartnäckig schwiegen die Mitglieder der CDU/WGR-Mehrheitsgruppe zu den Gründen. CDU-Fraktionssprecher Carsten Schulz wiederholte lediglich die Bedenken wegen des Hochwassers und der historischen Umgebung. Der BSV lies Schulz' Argumente nicht gelten,da weder das Hochwasser noch die Umgebung eine Rolle spiele, der BSV habe dies mit Fachleuten und dem Landkreis abgestimmt. "Gibt es weitere Argumente?", fragte Meyer. Sie erntete damit lediglich Schweigen. Jetzt wird geprüft, ob die SG Rodenberg und der BSV ins Geschäft kommen könnten. Die Stadt ist ebenfalls dabei, weil ihr das Gelände gehört. Außerdem wird überlegt, einen neuen Antrag für den Schlosspark zu stellen.

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