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Dem nasskalten Samstag folgt ein erfolgreicher Verkaufsoffener-Sonntag-Markttag und alles ging gut aus

Brennholzmarkt: Der Sonntag bleibt das Zugpferd

RINTELN. Ein gemütlicher Kamin mit mehr als genug Brennholz daneben, das war gewiss eine sehr reizvolle Vorstellung für die Besucher des Brennholz- und Bauernmarktes an diesem nasskalten Wochenende. Natürlich schleppte kaum jemand schwere Säcke mit Kaminholz nach Haus, aber die Brennholzlieferanten des Marktes konnten immer wieder neue Bestellungen in ihre Listen eintragen.

veröffentlicht am 04.02.2018 um 15:28 Uhr
aktualisiert am 04.02.2018 um 23:00 Uhr

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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite

Zum Glück gab es ja Möglichkeiten, sich vor Ort aufzuwärmen, im Zelt bei einem leckeren Pickert aus dem Lipperland, am Bodega-Glühweinstand, vor dem Backofen des unermüdlichen Bäckers Hakenbeck, und nicht zuletzt am offenen Feuer, das Bauer Giese entzündet hatte, und über dem ein Eisentopf mit blubbernden Kesselgulasch hing, so verlockend heiß und duftend, dass Frank Giese ihn ständig wieder auffüllen musste. Tatsache blieb allerdings: Regen und Schnee ließen den am Samstag anfangs erfreulich hohen Besucherandrang immer mehr zurückgehen.

Doch die Beschicker des Marktes blieben erstaunlich gelassen, wie eigentlich immer, wenn das Wetter an diesem allerersten Markttag im Jahr eine gewisse Herausforderung darstellt. „Ich hab dicke, russische Filzstiefel an“, sagt Claudia Brenker aus Silixen, „nicht grad schön, aber wunderbar warm.“ Wirklich schön dagegen ist ihre selbst gesponnene und handgefärbte Wolle, jedes Knäuel einzigartig und bestens geeignet, um Mützen, Schals und Handschuhe zu stricken.

Auch an den Gewürzständen von „Dudel“ und von „Herrmann“ fanden sich Dinge zum Aufwärmen, nicht nur Tees, Kräuter und Spezereien für alle nur vorstellbaren internationalen Rezepte, sondern ebenso viele verschiedene Glühweingewürzmischungen – passend zu einem Abend am Kamin. Joachim Fornefeld mit seinem Zwirbelbart hatte wie eh und je Spaß daran, die Kunden an seinem Gewürz-Wissen teilhaben zu lassen, und auch Michael Kaustrop von „Dudel“ behielt seine gute Laune. „Meine Stammkunden kommen immer vorbei, egal wie kalt es ist“, sagte er.

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Senf, Honig, Bergkäse und Dips ergänzten das Bauernmarkt-Angebot, dazu auch die Äpfel aus dem Kalletal und Wurstwaren von Kampmeiers Hofladen etwa, oder am Stand vom Hof Pape aus Nammen, wo Manuel Pape erzählt, dass die Tiere direkt in seinem Betrieb geboren, auf Stroh aufgezogen und in der Hausschlachterei Denker in Warmsen geschlachtet werden. Wer keine Tasche dabeihatte, um seine Einkäufe zu verstauen, brauchte nur zu Korbflechter Heinrich Edeler und den zahllosen traditionellen Körben aus seiner Extener Werkstatt zu wandern. Gleich daneben bot „Deistertöpfer“ Jürgen Brettner seine Keramik an, darunter Schüsseln, die in der Form an eine japanische Teezeremonie erinnern.

Direkt am Marktbrunnen wurde es manchmal sehr laut. Dort konnte man Brennholz-Verarbeitungsgeräte von „Stihl“ ausprobieren und wieder den Motorsägenkünstler Kai Gerulat bewundern, der in rasendem Tempo aus simplen Holzblöcken faszinierende Skulpturen heraussägte. Am Sonntag, als es nur noch leichte Flöckchen schneite, konnte weder er sich über fehlende Zuschauer noch die Beschicker des Marktes sich über zu wenig Kunden beschweren – es war wieder voll im Städtchen.

So fand zum Beispiel Peter Franke, Inhaber der Rintelner Firma Ackmann, genug Gelegenheit, die Vorteile seiner „Aqua-Solar“-Anlagen zu erläutern, die mit Wasser und nicht mit dem Frostschutzmittel Glyzerin befüllt sind, was insgesamt und obwohl man per elektrischer Steuerung für den Frostschutz sorgen muss, zu einer wesentlich besseren Energieausbeute führt. Auch um andere Stände, die ihre Wärmedämmungs- und Heizungs-Systeme vorstellten, waren wieder gut von Interessierten umringt. Der verkaufsoffene Sonntag mit den vielen tollen Schnäppchen hatte sich erneut als Zugpferd erwiesen.

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