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Freundeskreis spendet 10 000 Euro für Tresen und Teppich / Umbau abgeschlossen

Bücherei setzt zu letztem Feinschliff an

STADTHAGEN. Seit Dienstag haben die Umbauarbeiten in der Stadtbücherei angedauert, nun stehen sie kurz vor der Vollendung. Große Unterstützung erfuhr das Projekt dabei durch den Förderverein Freundeskreis der Stadtbibliothek Stadthagen in Form einer besonderen Spende von 10 000 Euro.

veröffentlicht am 09.02.2018 um 16:31 Uhr

Oliver Theiß, Bärbel Oerke, Stephan Wiksner und Cornelia Reuter weihen den neuen Tresen mit einer kleinen Feier ein. Foto: crs

Autor:

Christoph Scholz
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1997 brannte die Stadtbücherei ab und musste vollständig wiederhergestellt werden. Seit diesem Tag stand der alte Tresen an seinem Platz auf dem Teppichboden im Eingangsbereich. „Die sind beide mit der Zeit ganz schön in die Jahre gekommen“, findet Cornelia Reuter. Umso mehr freut sich die Büchereileiterin über die neue Ausstattung. Mit 5500 Euro aus den Mitteln des Freundeskreises wurde der neue Tresen finanziert, der Rest floß in den Austausch des Bodens.

Am Dienstag, 13. Februar, soll die Bücherei dann wieder den gewohnten Betrieb aufnehmen. Mit dem Ergebnis sind sowohl Reuter als auch Stephan Wiksner (Vorsitzender) und Bärbel Oerke (Beiratsvorsitzende) vom Verein sowie Bürgermeister Oliver Theiß sehr zufrieden. „Man könnte sagen, es ist normal, dass ein Förderverein sowas bezahlt. Wir sehen das allerdings nicht so, 10 000 Euro sind viel Geld“, würdigte Theiß das Engagement des Freundeskreises. „Wir unterstützen natürlich immer Projekte der Stadtbibliothek, aber das war auch für uns eine außergewöhnliche Spende“, bestätigt Stephan Wiksner.

Ihm zufolge speist sich die Summe aus Mitgliederbeiträgen, privaten Spenden und dem Erlös des Büchertrödelmarktes, welchen der Verein zwei bis drei Mal im Jahr abhält. „Unser Trödelmarkt gilt bei den Leuten als sehr gut bestückt“, betont Bärbel Oerke stolz den guten Ruf. Das Sortiment des Marktes stammt ebenfalls aus Spenden. Meist gehen diese zunächst an die Bücherei, diese sortiert die Bücher, ersetzt zerlesene Exemplare und gibt die nicht benötigten Spenden an den Verein. An die 5000 Bücher kommen und gehen auf diese Weise jährlich durch die Stadtbücherei, so Cornelia Reuter. Zu den Geldspenden will Stephan Wiksner lieber keine Angaben machen. „Nicht, dass noch einer sagt, ‚die kriegen sowieso schon genug‘“, erklärt er lachend.

Neben den Umbauten im Eingangsbereich wurde die Zeit auch zum Streichen der Wände sowie für die Aktualisierung des Sachbuchbestandes im Obergeschoss genutzt. Bei Letzterem wurden Bücher aus wenig gefragten Sachgruppen aussortiert und weitere für Gruppen mit starker Nachfrage angeschafft.

Das nächste Projekt soll dann die Umgestaltung der Arbeitsplätze in der oberen Etage sein. Diese sollen „offener“ wirken und ausgebaut werden.

Die Stadtbücherei öffnet am Dienstag um 8.30 wieder ihre Pforten – mit einigen Überraschungen.

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