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VfL beim TuS Sulingen / Pollhagen-Nordsehl gegen Hannover 96

Bückeburgs Taktik: Kompakte Abwehr und schnelle Konter

Frauenfußball (pm). Viele Probleme hat Thomas Rudolf beim VfL Bückeburg in dieser Saison bereits bewältigt. Dass der Trainer des Bezirksoberligisten aber einmal in personeller Hinsicht ein Luxusproblem haben könnte, das konnte er sich nicht vorstellen.

veröffentlicht am 23.03.2007 um 00:00 Uhr

Julia Danziger (r.) kommt im taktischen Konzept des VfL Bückebur

Doch das 2:2 bei Tabellenführer 1. FC Egestorf/Langreder vor 14 Tagen schaffte eine bunt zusammengewürfelte Truppe mit einigen Nachwuchsspielerinnen und der kurzfristig reaktivierten Carola Heinke. Doch auch die etablierten Kräfte hatten ja vor der Winterpause eine deutliche Formsteigerung gezeigt und klar den Weg aus der Abstiegszone angetreten. Aber welche Elf der Coach auch ins Rennen schicken mag: Angst brauchen die Bückeburgerinnen wie es scheint in der Liga vor keinem Gegner mehr zu haben - auch nicht vor dem TuS Sulingen, der am Sonnabend (15 Uhr) Gastgeber für den VfL ist. Voraussetzung ist jedoch, dass die taktische Marschroute bestmöglich umgesetzt wird. Und dabei setzt der VfL inzwischen voll auf seine Stärken. Eine kompakte Defensive um Auswahlspielerin Julia Danziger versucht die Angriffsbemühungen zu stören, und dann geht die VfL-Post mit blitzsauberen Konterangriffen ab. Dabei ist der schnelle Neuzugang Monique Stahlhut ein weiteres Ass im Spiel von Coach Rudolf. Und der hat mit Interesse verfolgt, dass der Tabellenzweite aus Sulingen am jüngsten Spieltag gegen den Neunten Friesen Lembruch auch nicht über ein torloses Unentschieden hinausgekommen ist. Der VfL-Coach sollte selbstbewusst genug sein, auch in Sulingen auf zumindest einen Zähler zu setzen. Wieviele Punkte noch für den ASC Pollhagen-Nordsehl in dieser Saison zusammenkommen, ist schwer vorauszusagen. Sicher scheint nur, dass die Lücke von neun Punkten zum rettenden Ufer für das Schlusslicht kaum mehr zu schließen ist, da das Team in der Rückserie bereits Niederlagen gegen zwei Tabellennachbarn einstecken musste. Bleiben aus der unteren, für den derzeitigen ASC eventuell schlagbaren, Tabellenhälfte nur noch drei Teams und damit bei optimalem Verlauf eben jene neun Punkte. Das große Problem der Hitzemann-Elf scheint dem aber entgegen zu wirken: Die bisherige Torausbeute von sechs Treffern in 13 Spielen ist entmutigend, wobei dazu auch noch Stürmerinnen wie Stephanie Reckeweg, Monique Stahlhut und Nicole Dopple etwas beigetragen haben, die längst nicht mehr zum ASC-Kader gehören. Gegen den Drittletzten TuS Drakenburg erarbeitete sich das Team zuletzt auf eigenem Platz nicht einmal eine klare Tormöglichkeit. Der aktuellen Sturmführerin Janine Mensching fehlt zumindest eine passende Nebenfrau, um des Gegners Tor in Bedrängnis bringen zu können. Ein einziger Treffer steht seit dem Umbruch im Kader Ende Oktober 2006 zu buche. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet gegen Hannover 96 am Sonnabend (16 Uhr) der Knoten im ASC-Angriff platzen soll. Sollte der ASC aber gegen 96 nicht zu drei Punkten kommen, verengt sich der ohnehin schmale Spalt in der Tür zum Klassenerhalt noch einmal deutlich.

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