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Wenn Rätsel den Alltag bestimmen

Christoph A. Marx liest aus neuem Roman „Spiegel-Spiel“

BÜCKEBURG. Keine Frage, die Lesung mit Christoph Andreas Marx, der Passagen aus seinem neuen Roman „Spiegel-Spiel“ in der Buchhandlung Scheck vorgestellt hat, macht Lust auf mehr.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 16:26 Uhr

Christoph Andreas Marx während seiner Lesung in der Buchhandlung Scheck. Foto: tla

Autor:

Tanja Langejürgen
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BÜCKEBURG. Hoffnung und Spannung bis zum Schluss! Das Ende wird selbstverständlich nicht verraten, obwohl der Autor so oft danach gefragt wurde, wenn auch nicht direkt – dafür aber analytisch. Keine Frage, die Lesung mit Christoph Andreas Marx, der Passagen aus seinem neuen Roman „Spiegel-Spiel“ in der Buchhandlung Scheck vorgestellt hat, macht Lust auf mehr.

Mehr von der Game-Designerin Mira, die einfach plötzlich verschwunden ist, mehr von Mark, ihrem Freund, der seither nachts immer wieder den gleichen Verfolgungstraum hat, mehr von Carla Olson, einer Psychologin, die sich mit den Albträumen von Mark beschäftigt, mehr von der etwas schrägen Celine, die sich in der Gothic-Szene herumtreibt. „Alle Figuren haben etwas Besonderes und ihren eigenen Kosmos. Sie sind nicht von der Stange“, erzählte Marx.

Der Autor hat Philosophie, Geschichte, Germanistik und Theologie studiert. Nach der Promotion war er zwei Jahre Leiter eines historischen Museums. Er ist Herausgeber von Schulbüchern für das Fach Geschichte und gleichzeitig auch Lehrer am Gymnasium Petershagen. Marx kann nicht genau sagen, was er jetzt bevorzugt, historische Romane oder Fiktion mit viel Philosophie. Die Idee zu „Spiegel-Spiel“ hatte er nach eigenen Worten schon seit Jahren im Kopf. „Ich musste es nur noch aufschreiben.“ Das macht er meistens in den Schulferien. Für die Recherche war Christoph Andreas Marx häufig in Berlin. „Die Stadt fasziniert mich“, so der Autor im Gespräch mit unserer Zeitung.

Marx verfasst Romane, weil es ihm Spaß macht, weil man Philosophie gut verpacken kann, ohne dass es der Leser merkt, weil Realität und Fiktion vorkommen und natürlich viel Fantasie. „Spiegel-Spiel“ ist wie ein Krimi ohne Leiche. Allerdings ist die Hauptfigur seiner Geschichte, Mark, schon häufig völlig verzweifelt; er kann sich das Verschwinden von Mira einfach nicht erklären. Eine Nachricht von ihr bringt weitere mysteriöse Hinweise.

Marx liest diese vor, und das Publikum rätselt mit. Gibt es etwa einen schützenden Ort für Verschwundene? „In diesem Roman gibt es ganz viele Orte, die der Reiseführer nicht hat.“ Träume und das Höhlengleichnis von dem griechischen Philosophen Platon spielen eine wichtige Rolle in „Spiegel-Spiel“. „Einige Sachen habe ich tatsächlich selbst erlebt“, verriet der Autor.

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