weather-image
Oktoberfeststimmung

Da hält es niemanden auf den Bänken

BAD EILSEN. Bei flotter Musik der „Bayern-Mafia“ hielt es niemanden auf den Bänken: Im Festzelt an der Bahnhofstraße wurde Oktoberfest gefeiert.

veröffentlicht am 10.09.2017 um 14:22 Uhr

Die richtige Kleidung: ein fesches Dirndl. Foto: sig
Avatar2

Autor

Siegfried Klein Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Am Anfang dachte man, jetzt müsse doch jemand ein großes Bierfass ins Festzelt rollen, einen Zapfhahn reinschlagen und ausrufen: „O’zapft is!“. Aber nichts dergleichen geschah. Okay, dann ist das wohl ein weitgehend Münchener Ritual. Aber nach einem Besuch des Bad Eilsener Oktoberfestes konnte man sich schon annähernd vorstellen, wie das Fest der Feste in der blau-weißen Weißwurstmetropole wieder abgehen wird.

Immerhin stand auf der Bühne eine „Bayern-Mafia“, die ihr Handwerk beherrschte. Und das hieß: Die Band beherrschte es meisterhaft, die Zuhörer in Gang zu bringen, sie immer wieder von den Bänken zu holen und keinerlei Langeweile aufkommen zu lassen. Die fünf Würzburger Musikanten einschließlich Sängerin legten sich mächtig ins Zeug, um die wohl überwiegend nördlich des Weißwurstäquators aufgewachsenen Gäste aus der Reserve zu locken. Und das gelang.

Schon nach der ersten Stunde zog eine recht lebhaft hin und her schwingende Polonaise erstaunlich schnell durch das Zelt, der sich immer mehr froh gestimmte Teilnehmer anschlossen. Wenn die Flashlight-Strahlen den Bandwurm trafen, dann erkannte man, dass doch viele Frauen und Mädels Dirndl angelegt hatten, und auch ihre Partner hatten ihre Krachledernen aus dem Schrank geholt.

Fröhliche Polonaise. Foto: sig
  • Fröhliche Polonaise. Foto: sig

Die Band war aber keineswegs nur auf bayerische Musi festgelegt, wie sie bei Touristen in den Alpenländern so gefragt ist. Sie beherrschte auch Evergreens, Popmusik und selbst die aktuellsten Radiohits. Mit diesem breiten Repertoire haben die Musiker unter anderem auch schon in Südkorea die Zuhörer begeistern können.

Deshalb war es auch in Bad Eilsen kein Wunder, dass die Gäste nicht in vornehmer Zurückhaltung verharrten, sondern immer wieder eine flotte Sohle aufs Parkett legten. Pardon: in diesem Fall besser auf die Bohlen.

Erstaunlich, wie sich die eher als etwas zurückhaltend angesehenen Nordlichter bei der richtigen Musik in Schwung bringen lassen. Natürlich trug das speziell für solche Anlässe gebraute Festbier aus Ostwestfalen dazu bei. Zur leiblichen Stärkung gab es im Festzelt an der Bahnhofstraße verschiedene Wurstsorten, darunter die obligatorischen Weißwürste mit süßem Senf. Nicht fehlen durften zudem die bayerischen Salzbrezeln.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare