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Kai Alack (SPD) legt Kreistagsmandat nieder

„Das hat nichts mit der SPD zu tun!“

HEEßEN. Offiziell ist es noch nicht, aber auf den Weg gebracht schon: Der SPD-Kreistagsabgeordnete Kai Alack legt sein Mandat im Kreistag nieder. Gegenüber dem Landkreis Schaumburg hat er seinen Rücktritt bereits schriftlich erklärt, aus dem Amt verabschiedet wird er nach eigenen Angaben bei der nächsten Kreistagssitzung am 27. Februar.

veröffentlicht am 13.02.2018 um 12:12 Uhr
aktualisiert am 13.02.2018 um 17:10 Uhr

Kai Alack legt sein Mandat im Kreistag aus persönlichen Gründen nieder. Foto: Archiv
Michael_Werk

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Dort wird dann auch der Nachfolger des Heeßers vorgestellt.

Zu seiner Entscheidung geführt haben „ausschließlich persönliche Gründe“, sagt Alack auf Nachfrage unserer Zeitung. „Das hat nichts mit der SPD zu tun!“ Vielmehr sei ihm das Kreistagsmandat wegen seiner beruflichen Verpflichtungen als selbstständiger Bezirksschornsteinfegermeister, als Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Hannover sowie als Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Landesinnungsverbands des Schornsteinfegerhandwerks mit der Zeit einfach zu viel geworden – „auch meiner Familie gegenüber“. Und überhaupt: „Der Beruf geht vor, damit wird Geld verdient“, betont der 48-Jährige.

Wie sein Entschluss, sein Kreistagsmandat niederzulegen, bei den Schaumburger Genossen angekommen ist? „Schön finden die das natürlich nicht“, meint Alack. Aber in Person des Sozialdemokraten Gerd Vogel aus Bergdorf (Bückeburg) habe man jemand gefunden, der am 27. Februar als sein Nachfolger in den Kreistag einzieht; ein „richtig guter Mann“ mit politischer Erfahrung, der auch die Zeit für diese ehrenamtliche Abgeordnetentätigkeit habe.

„Und dann ist meine politische, kommunale Karriere vollendet – für immer“, sagt Alack. Nicht ohne hervorzuheben, dass die Zusammenarbeit innerhalb der SPD stets „super“ gewesen sei und dass ihm dieses politische Engagement stets Spaß gemacht habe. Mittlerweile habe er selbst im Übrigen rund 22 Jahre Kommunalpolitik hinter sich, was auch genug sei.

Aus dem Kreistag aussteigen wollte Alack an sich schon vor fünf Jahren, doch hatte er sich damals vom SPD-Ortsverein Eilsen davon überzeugen lassen, dieses Mandat zu behalten: „Wir haben das im Vorstand so besprochen, denn ohne mich hätte die Samtgemeinde-SPD im Kreistag keine direkte Stimme mehr – also werde ich mich dort weiter engagieren“, hatte der Heeßer seinerzeit, Anfang 2013, erklärt (wir berichteten). Kurz zuvor hatte er damals jedoch sein Ratsmandat im Eilser Samtgemeinderat und den Vorsitz im SPD-Ortsverein Eilsen niedergelegt – beides ebenfalls aus insbesondere beruflichen, zum Teil aber auch familiären Gründen.

In den Samtgemeinderat eingezogen war Alack im Jahr 1996 – zunächst als Ratsherr der „Grünen“, später wechselte er zu den Sozialdemokraten. Von November 2001 bis Januar 2009 war er stellvertretender Bürgermeister (SPD) in Heeßen und von November 2011 bis Februar 2013 Erster Vize-Samtgemeindebürgermeister (SPD) in Eilsen. Von März 2010 bis (wie bereits erwähnt) Anfang 2013 hatte er den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Eilsen inne, und seit 1. November 2011 ist er SPD-Kreistagsabgeordneter.

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