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Raucher im Buswartehaus

„Das ist eine Gefährdung“

BAD EILSEN.Ein Buswartehäuschen an der Bückeburger Straße wird immer wieder von Rauchern vollgequalmt – sehr zum Ärger einer Mutter und anderer Eilsener Bürger.

veröffentlicht am 24.09.2017 um 15:38 Uhr

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Die Botschaft ist unmissverständlich: „Dieses Buswartehaus ist kein Raucherraum!“, ist auf einem Schild zu lesen, das an der vor dem „Brunnenhof“ (Bückeburger Straße) gelegenen Bushaltestelle angebracht ist – direkt über der dortigen Sitzbank, das Wort „kein“ sogar in Rot hervorgehoben. Nikotinsüchtige Patienten des Reha-Zentrums werden überdies auf dessen „50 m rechts“ zu findenden Raucherpavillion verwiesen. So weit, so gut. Doch offenbar verfängt das Schild bei der damit angesprochenen Zielgruppe nicht.

Schon morgens, wenn die Schulkinder an dieser Bushaltestelle auf den Schulbus warteten, säßen in dem Buswartehaus die Raucher drin, beklagt sich die Bad Eilserin Tatjana Platz. Dabei würden die Raucher – nach ihrer Einschätzung Patienten des Reha-Zentrums Bad Eilsen – „keine Rücksicht auf die Schüler“ nehmen, sondern die Kinder regelrecht „vollqualmen“. Und selbst wenn dort keine Raucher seien, stinke es in dem Buswartehaus aufgrund der häufigen Raucherei nach Zigarettenqualm.

„Das ist eine Gefährdung, wenn die die Kinder da einräuchern“, betont Tatjana Platz, die sich nicht nur um das Wohl ihrer fünf Pflegekinder (zehn bis 14 Jahre alt) sorgt, von denen derzeit drei mit dem erwähnten Schulbus fahren. Außerdem sei es ein schlechtes Vorbild, das die Leute den Kindern da mit der Raucherei böten.

Klare Ansage: Das über der Sitzbank angebrachte Hinweisschild. Foto: wk
  • Klare Ansage: Das über der Sitzbank angebrachte Hinweisschild. Foto: wk

Wegen der für sie inakzeptablen Zweckentfremdung des Buswartehauses zu einem Raucherraum hat sich Tatjana Platz bereits an das Ordnungsamt der Samtgemeinde Eilsen gewandt, das ihr diesbezüglich aber nicht helfen konnte. Die Behörde habe „keine rechtliche Handhabe“, um das Rauchen an der Bushaltestelle zu unterbinden, sei ihr erklärt worden, berichtet die Pflegemutter. Deshalb sieht sie nun umso mehr das Reha-Zentrum Bad Eilsen in der Pflicht, sich zur Lösung des Problems „etwas einfallen“ zu lassen.

Die Bedenken der Bad Eilserin verstehe er durchaus, aber in diesem Fall könne man tatsächlich nur an die Vernunft der Raucher appellieren, nicht in dem Buswartehaus zu rauchen, sagt Andreas Kunde vom Ordnungsamt der Samtgemeinde Eilsen. Denn eine Rechtsgrundlage, auf deren Basis die Verwaltung das Rauchen in dem Buswartehaus verbieten könnte, gebe es halt nicht.

Neu sei das beschriebene Problem mit den Rauchern nicht, bereits des Öfteren habe es entsprechende Beschwerden von Bürgern gegeben, berichtet Svenja Edler, die Gemeindedirektorin der Gemeinde Bad Eilsen. Daher habe man schon vor längerer Zeit das Hinweisschild in dem Buswartehaus angebracht. Doch mehr Möglichkeiten – sprich: einen rechtlichen Hebel – habe die Gemeinde leider nicht.

Verständnis für die Sorge von Tatjana Platz zeigt auch Christina Abicht, Verwaltungsmitarbeiterin des Reha-Zentrums Bad Eilsen. Allerdings sind dieser Institution ebenfalls die Hände gebunden: „Wir können es nicht ändern, es ist ein öffentliches Buswartehaus.“

Ausdrücklich weist Abicht darauf hin, dass es auf dem Gelände der Einrichtung, nahe der Bushaltestelle, ja einen mit einer Sitzbank ausgestatteten Raucherpavillon gibt. Warum dieser jedoch nicht von allen Rauchern genutzt wird, dafür hat sie keine Erklärung. Zumal alle Patienten beim Einchecken in das Reha-Zentrum ein Papier unterschreiben, mit dem diese darüber informiert werden, „dass nur in unserem Raucherunterstand geraucht werden darf“.

Aus gegebenen Anlass wird die Verwaltung des Reha-Zentrums, so Abicht, die Patienten mit einem Aushang zusätzlich auf diesen Raucherpavillon hinweisen und dabei auch an die Rücksichtnahme seitens der Raucher appellieren.

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