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Die Zahl der Narren ist unendlich / RCV bringt tolles Programm auf die Bühne

„David Hasselhoff“ singt im Brückentor

Schwungvolle Tänze, launige Büttenregen und „David Hasselhoff“ live – der RCV hat den Senioren beim Karneval im Brückentorsaal eine tolles närrisches Treiben geboten. Mit dabei waren auch Tänzer der polnischen Partnerstadt Slawno.

veröffentlicht am 28.01.2018 um 17:28 Uhr

Die Wesernixen des Rintelner Carnevalsvereins in Aktion. Foto: csu

Autor:

Christel Sundermann
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RINTELN. Die Zahl der Narren ist unendlich. Sicher genau darum war beim Seniorenkarneval im Brückentorsaal auch jeder Platz besetzt – und wie sich schnell herausstellen sollte völlig zu Recht. Denn die RCV-Organisatoren hatten für die reifen Jecken ein buntes, vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, das keine Wünsche offen ließ.

Schon die launige Begrüßung durch Elferrats-Präsident Hans-Hermann Stöckl und Fürst Thomas I. stimmte auf zwei Stunden beste Unterhaltung ein und es wurde niemand enttäuscht, denn ein Höhepunkt folgte auf den anderen. Die Fürstengarde unter der Leitung von Steffi Fromme brachte das Publikum in den richtigen Takt, bevor die Rintelner Schlagerparty mit Sebastian Westphal als „David Hasselhoff“ direkt in die Vollen ging. Was das Sakko des RCV-Allrounders an Leuchtkraft vermissen ließ, machte der vielseitige Interpret durch virtuose Sangeskunst und einen mitreißenden Auftritt mit bester tänzerischer Unterstützung durch die Wesernixen locker wett. Der unverwüstliche DJ Ötzi, Stefan Wedler, interpretierte gekonnt routiniert die größten Hits seines „vermutlich unehelichen Zwillingsbruders“aus Tirol. Helene Fischer, vertreten durch Marion Kramer, kam mit dem vollen Programm und ebenso knackigem Bühnenoutfit wie die blonde Schlager-Queen. Die 14 kleinen Tänzerinnen der Mini-Fürstengarde absolvierten hoch konzentriert ihren perfekten Auftritt, standen ihren großen Vorbildern dabei in nichts nach und waren ganz sicher aufgrund des hohen Eltern-Fan-Aufkommens das begehrteste Fotomotiv des Tages.

Der Faschingsweihnachtsmann Ulli Seidel kam mit Spezialschlitten und einem guten Schluck für den Elferrat auf die Bühne, jedoch auch mit einer Rute. Er nordete die Damen und Herren im Publikum mit den rechten Verhaltensregeln bis zu seinem nächsten Auftritt zur Weihnachtszeit so unerbittlich ein, dass die RCV-Tanzmariechen mit einer hervorragenden tänzerischen Leistung gerade zur rechten Zeit folgten. Mit dem Bonanza-Thema tanzten die Wesernixen ein, hatten ihr Publikum lange bevor sie „das Lasso rausholten“ im Griff und zeigten beim Cancan jede Menge schönster Beine. Aus Slawno war die Tanzgruppe angereist, hatte zunächst Bürgermeister Thomas Priemer im Rathaus besucht und anschließend die Bewohner des Seniorenheims am Seetor mit einer Darbietung erfreut, bevor sie beim Seniorenkarneval zeigten, wie erstklassig in Polen getanzt wird. Dabei lieferten die 14 kleinen Tänzerinnen einen ebenso perfekten Auftritt ab wie die sieben Show-Tanzpaare.

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Dass Karneval ihre Welt ist, hätten die „Rintelner Jungs“ nicht musikalisch bekennen müssen, sorgen sie doch bereits seit 35 Jahren unter verschiedenen Namen und der Leitung von Professor Hans Hübner für Stimmung. Auf eine karnevalistische Sternenreise entführte die Fürstengarde im Raumschiff Surprise, bevor der Rintelner Nachtwächter Hans-Hermann Stöckl mit einem gewohnt spitzen Rundumschlag die politischen Narreteien der Weserstadt aufs Korn nahm. Einmal mehr bewiesen die Klosterelfen, dass sie einfach alles tragen können und für sie jeder Titel tanzbar ist. Blütenbekränzt ist bei jedem Hit völlig klar, dass die acht Herren Musik im Blut und diesen ganz speziellen Drive in Beinen und Hüften haben – auch wenn sich bei den akrobatischen Elementen ihres Auftritts hin und wieder eine BH-Füllung selbstständig macht. Ein weiterer hochkarätiger Auftritt der Tanzgruppe Slawno ließ das Finale viel zu früh stattfinden. Ganz sicher werden beim nächsten Seniorenkarneval wieder unendlich viele Narren dabei sein.

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