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Neue Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises beim Bürgermeister

Denkmalschützer: Deutlich machen, wie riesig Brückentorerweiterung wird

RINTELN. Bürgermeister Priemer staunte nicht schlecht, als ihm beim Antrittsbesuch der vom Arbeitskreis Denkmalschutz erstellte Kalender 2018 überreicht wurde. Es handelte sich um das letzte Exemplar des inzwischen ausverkauften Kalenders, der in einer Gegenüberstellung Stadtansichten von Rinteln früher und heute zeigt.

veröffentlicht am 07.02.2018 um 12:42 Uhr
aktualisiert am 07.02.2018 um 16:10 Uhr

Die Ausmaße des Erweiterungsbaus am Brückentorkomplex könnte man schon vorher deutlich machen, meint der Arbeitskreis Denkmalschutz. Foto: Archiv

Arbeitskreisvorsitzender Dr. Alexander Lattermann und die neuen Vorstandsmitglieder Günther Biallas und Friedrich Habenicht erörterten mit Priemer und der demnächst ausscheidenden städtischen Baudirektorin Elena Kuhls einige Brennpunkte der aktuellen Stadtentwicklung. So soll einer Pressemitteilung des Arbeitskreises Denkmalschutz zufolge eine informelle Zusammenarbeit des Arbeitskreises Denkmalschutz und der Stadt Rinteln intensiviert werden, zum Beispiel durch regelmäßige Gespräche am „Runden Tisch“ oder bei Bedarf durch Teilnahme von Bauamtsmitarbeitern bei Sitzungen des Arbeitskreises.

Angesprochen auf seine Aussage beim Neujahrsempfang in der Nikolaikirche, die Bürger würden sich wundern, wie viele Gebäude in Rinteln noch abgerissen würden, erklärte Priemer, er sei missverstanden worden: Die Stadt werde am Denkmalschutz festhalten und keinen Häuserabriss betreiben, um reine Zweckbauten zuzulassen.

Die aktuell geltende Gestaltungssatzung bedarf nach Auffassung der Denkmalschützer dringend einer Überarbeitung. Dabei sei die Einbindung des Arbeitskreises Denkmalschutz als selbstverständlich anzusehen.

Einigkeit herrschte in puncto Kollegienplatz. Auf diesem gebe es nicht viel Spielraum für Veränderungen, heißt es in der Pressenotiz des Arbeitskreises. Auf keinen Fall werde auf dem Schulhof ein Großmarkt entstehen, denn der freie Blick auf das alte Universitäts- und Schulgebäude müsse erhalten bleiben.

Beim Alten Hafen sind die Spundwände sanierungsbedürftig; auch das Hafenbecken selbst ist verschlammt. Für eine bessere Anbindung der Stadt an den Fluss regte Dr. Lattermann an, die Anschaffung eines Restaurationsschiffes zu prüfen. Dies würde die Attraktivität des Gebietes am Alten Hafen und des Rundweges erhöhen.

Schließlich gab es beim Thema Brückentorkomplex noch den Vorschlag von Günther Biallas, die realen Ausmaße des künftigen Erweiterungsbaus am Objekt selbst schon vorher deutlich zu machen. So wie in der Schweiz und den USA könnten die Hoch- und Eckpunkte sowie die Dach- und Seitenlinien mit Leichtbaustangen und farbigen Netzen markiert werden.

Zu diesem Thema fand gestern Abend im Rathaus eine öffentliche Sitzung des Bauausschusses statt, über die unsere Zeitung in ihrer morgigen Ausgabe berichten wird.red

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