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Nico Felix ist nur eine Übergangslösung beim VfL Bückeburg / Heimspiel gegen Spitzenreiter

Der Bauch sagt nein

veröffentlicht am 06.10.2017 um 15:19 Uhr

Julian Talat (hinten) ist wieder fit und kehrt in den Landesliga-Kader des VfL Bückeburg zurück. Foto: ph
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Sebastian Blaumann Redakteur Sport zur Autorenseite

BÜCKEBURG. Nach der ungewollten Zwangspause am vergangenen Spieltag hoffen die Fußballer des VfL Bückeburg, die Landesliga-Partie gegen den Spitzenreiter HSC Hannover durchziehen zu können. Anstoß im Jahnstadion ist am Sonntag um 15 Uhr.

Die Trennung von Trainer Heiko Thürnau liegt nun fast zwei Wochen zurück. Die Interimslösung Nico Felix bereitet die Mannschaft auf das Duell mit dem Tabellenführer vor. „Ich habe mich auf ein paar Wochen eingestellt. Doch je früher ich abgelöst werde, desto besser ist es“, meint Felix, der im Sommer seine Aufgaben als Co-Trainer beendete. „Ich brauchte einfach eine Pause, der Akku ist leer. Da mir aber der VfL Bückeburg am Herzen liegt, springe ich nun ein, bis ein neuer Trainer gefunden wurde“, erklärt Felix. Er kennt die Mannschaft aus dem Effeff, war in dieser Saison ein paar Mal als Aufbautrainer für die verletzten Spieler aktiv.

Der neue Mann an der Seitenlinie des VfL wird keine großen Veränderungen vornehmen. „Die Spielphilosophie von Heiko Thürnau und mir passt überein, allerdings müssen wir uns in der Defensivarbeit verbessern. Da haben wir zu viele Gegentore geschluckt“, hat Felix analysiert. Die Jungs stünden nach der Trainerentlassung unter Druck, müssen nun ihre Leistungen konstant abrufen. „Ich versuche ein wenig, den Druck vom Kessel zu nehmen, sodass sich die Spieler voll und ganz auf die Partie gegen den HSC Hannover konzentrieren können“, sagt Felix. Die Gäste seien ein Top-Gegner, kassierten aber unter der Woche eine 1:2-Niederlage in Bad Pyrmont. „Unverwundbar sind sie also nicht“, meint die Bückeburger Interimslösung.

Das Hauptaugenmerk im Training lag im Abwehrverhalten. Elf Gegentore in sieben Spielen seien zu viel. „Wir müssen in der Defensive hoch konzentriert agieren, die Fehler minimieren und auch mal zu Null spielen“, fordert Felix. Denn die Bückeburger Offensive ist immer für eine Bude gut. Besonders die Rückkehr von Torjäger Alexander Bremer ist wichtig. Der Stürmer hat seine Verletzung auskuriert und netzte in zwei Spielen viermal ein. „Er ist nicht zu ersetzen“, weiß Felix.

Die personelle Lage beim Tabellensechsten entspannt sich. Julian Talat steht wieder im Kader, auch Dennis Peter und Lennard Heine. Jan-Eike Raschke und Jan Steininger fehlen. Und Angreifer Tobias Versick hat einen weiteren Rückschlag im Aufbautraining hinnehmen müssen. Es droht eine weitere Operation. In diesem Jahr wird er keine Alternative mehr sein.

Sollte der VfL Bückeburg unter der Regie von Nico Felix eine Siegesserie in der Landesliga starten, wäre eine Weiterbeschäftigung wohl auch nicht möglich. „Mein Bauch sagt mir, dass ich mir eine längere Anstellung als Cheftrainer in Bückeburg nicht vorstellen kann. Zudem bin ich auch noch Stützpunkttrainer. Und beide Sachen unter einen Hut zu bekommen, ist nicht möglich“, stellt Felix klar.

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