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VfL Bückeburg gewinnt Renault-Matz-Pokal des SV Obernkirchen / FSG Pollhagen überrascht

Der lachende Dritte

veröffentlicht am 08.01.2017 um 23:00 Uhr

Der VfL Bückeburg gewinnt den Renault-Matz-Pokal des SV Obernkirchen. Fotos: hga (2)
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Sebastian Blaumann Redakteur zur Autorenseite

HALLENFUSSBALL. Eigentlich ist der VfL Bückeburg schon geschlagen gewesen. Nach zwei Spielen in der Endrunde des Renault-Matz-Pokals des SV Obernkirchen lag der Landesligist mit nur einem Punkt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Doch die Konkurrenz bekam Fracksausen, wollte den Turniersieg scheinbar nicht eintüten. Das Überraschungsteam der FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen spielte zweimal remis und auch die Hausherren patzten gegen den SC Rinteln. So war der VfL Bückeburg der lachende Dritte und holte sich mit mageren sieben Zählern den ersten Platz in der Endrunde. Bester Keeper wurde Florian Hartmann vom SV Obernkirchen, bester Torschütze war Niko Werner vom Turniersieger.

Die Vorrunde am Sonnabend begann mit einem Paukenschlag. Die Hallenkönige des VfR Evesen schieden aus. Allerdings musste Trainer Duran Gök auf seine Hallenkünstler Burak Buruk und Caglayan Tunc verzichten. Mit vier Siegen in vier Spielen und Erfolgen gegen den VfR und VfL Bückeburg mauserte sich die FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen zum Geheimfavoriten.

Und auch am Sonntag wusste der Kreisligist zu überzeugen. Das Team von Trainer Michael Treichel blieb im gesamten Turnier ungeschlagen. Dass es nicht zum Pokalgewinn reichte, war auch mit viel Pech verbunden. Gegen den SV Engern traf Oliver Watermann vier Sekunden vor Schluss zum 2:2-Remis für den SVE. Und auch im Duell gegen den SV Obernkirchen gab es ein 2:2, da Moritz Wilharm und Marc Wilms nur die Latte trafen. „Wir haben ein super Turnier gespielt. Zuletzt fehlte ein wenig die Kraft und Konzentration“, war Treichel mit dem Auftritt seiner Jungs zufrieden.

Florian Hartmann (links) vom SV Obernkirchen wurde zum besten Keeper gewählt, der Bückeburger Niko Werner war mit sieben Treffern bester Torschütze.
  • Florian Hartmann (links) vom SV Obernkirchen wurde zum besten Keeper gewählt, der Bückeburger Niko Werner war mit sieben Treffern bester Torschütze.

Der VfL Bückeburg kam zunächst nicht in Tritt. Nach dem 2:2 gegen die FSG unterlag der Landesligist dem SV Obernkirchen mit 2:3. Die Bückeburger spielten ohne Tempo, schoben sich den Ball nur zu. Stürmer Alexander Bremer vertrat Coach Heiko Thürnau auf der Trainerbank. Er fand die richtigen Worte. Mit Siegen gegen den SC Rinteln und SV Engern und dank der Ausrutscher der Konkurrenz durfte der VfL letztendlich den Turniersieg bejubeln. „Sieben Punkte sind kein Ruhmesblatt, aber es hat gereicht. Mich hat die große Hektik in den Spielen erschrocken“, findet Bremer klare Worte.

Der SV Obernkirchen hätte im letzten Spiel gegen das Schlusslicht SC Rinteln mit vier Toren Unterschied gewinnen müssen, dann hätte der Gastgeber den Siegerpokal in den Händen gehalten. Doch die SVO-Stürmer um Ali und Muhammed Yel scheiterten immer wieder am überragenden SCR-Keeper Luis Böhm. Muhammed Yel brachte den SVO zwar mit 1:0 in Front, aber Ivo Walter glich wenige Sekunden vor der Schlusssirene zum 1:1 aus. „Wir haben den Turniersieg gleich im ersten Spiel gegen den SV Engern vergeigt. Diese 1:2-Pleite war völlig unnötig. Ansonsten waren unsere Spiele in Ordnung“, erklärte SVO-Coach Oliver Nerge.

Der SC Rinteln erwischte einen schwachen Sonntag, präsentierte sich als zahnloser Tiger und entwickelte kaum Torgefahr. Lediglich Torwart Böhm zeigte tolle Paraden und verhinderte höhere Niederlagen. „Der Samstag war gut, der Sonntag eine Katastrophe. Das hatte mit Hallenfußball nichts zu tun. Wir sind zu Recht Letzter geworden“, redet SCR-Trainer Uwe Oberländer Tacheles.

Der SV Engern bot auch eine starke Vorstellung, war ein unangenehmer Gegner und zeigte Nehmerqualitäten. Der 2:1-Erfolg gegen den Gastgeber – nach 0:1-Rückstand – war das Highlight des Kreisligisten. Die Mannen von Trainer Wilhelm Sieker hatten die Chance zum Turniersieg. Dafür hätte der SVE den VfL Bückeburg im letzten Spiel bezwingen müssen. Doch der VfL war eine Nummer zu groß. „Wir sind immer wieder zurückgekommen und haben uns gut verkauft“, lobte Sieker die Moral seiner Jungs.

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