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16 000 Besucher auf der „Ährensache“ – Landmesse wird drittes Standbein der Schloss-Veranstaltungen

Der Sonntag reißt alles ’raus

Bückeburg. Mit einer nochmaligen Steigerung der Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr ist die Schaumburger Landmesse „Ährensache“ zu Ende gegangen. Hatten vor einem Jahr circa 12 000 Gäste die „Ährensache“ besucht, so waren es diesmal noch einmal 4000 mehr. Wohlgemerkt zahlende Gäste, denn die Vielzahl an Kindern unter 16 Jahren, sowie die Schulklassen und Kindergartengruppen am Freitag werden nicht mitgezählt, da sie keinen Eintritt zahlen müssen, ebenso die Teilnehmer des Treckertreffs und des Erntefests Kornmasch. Das dreitägige ländliche Treiben rund um das Bückeburger Schloss ist damit, wie von den Veranstaltern erhofft und von Hausherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe bereits im Vorfeld prognostiziert, auf dem besten Wege, zu seinen beiden großen Geschwistern Landpartie und Weihnachtszauber aufzuschließen.

veröffentlicht am 03.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:21 Uhr

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Dabei hatte es noch am zweiten Veranstaltungstag überhaupt nicht nach einem solchen Rekordbesuch ausgesehen. Drei heftige Regenschauer hatten am Mittag und am Nachmittag den Besucherzustrom merklich gedrosselt und zudem die Stimmung unter Ausstellern und Besuchern massiv gedrückt. „Überall nur betrübte Gesichter“, erinnert sich Schlossverwalter Alexander Perl. Und noch am Sonntagmorgen zeigte sich der Schlossverwalter äußerst skeptisch, überhaupt die Besucherzahlen des Vorjahres wieder zu erreichen: „Wir müssten heute wirklich schon einen sehr guten Besuch haben.“ Er sollte jedoch noch viel besser werden: Am dritten Veranstaltungstag strömten mehr Besucher auf das Schlossparkgelände, als die Organisatoren je zu träumen gewagt hätten: „Das hat wirklich alles übertroffen, womit wir gerechnet haben.“

Besonders stark frequentiert waren dabei vor allem wieder sämtliche Aussteller entlang der Schlossgraft. Dass es auf den letzten Wegstücken Richtung Rosenrondell nicht ganz so lebhaft zuging, wo zum Beispiel der erstmals gastierende „Veggie“-Imbiss seinen Stand hatte, dürfte der fehlenden Rundwegsituation zuschulden sein. Eigentlich sollte sich hier ein Kinderkarussell drehen und vor allem Familien mit Kindern in diesen Teil des Schlossparks locken, doch dieses hatte in letzter Minute abgesagt. Unglaublich brummen tat das Geschäft hingegen bei den meisten Speise- und Getränkeanbietern: So rasant wurden beispielsweise Laura Bornemann am Stand des Café Mavandus ihre Crepes aus den Händen gerissen, dass an allen drei Tagen der Teig trotz enormer Bevorratung frühzeitig zur Neige ging.

Am Stand der Meierhöfer Brauerei aus Vehlen flossen die Sorten Hell, Dunkel und Weizen in Strömen. Hier machten sich vor allem die idyllische Lage unter weit ausladenden Bäumen, sowie die räumliche Koppelung mit Dettmers Hofladen aus Pollhagen bezahlt. Als kulinarisches Highlight dürften allerdings die erstmals angebotenen Hamburger und Cheeseburger mit Fleisch von Hereforder-Rindern, gezüchtete von Jörn-Christian Prange aus Cammer, in die Annalen der „Ährensache“ eingehen, die ebenfalls am Sonntagmittag restlos vergriffen waren. Ebenso enorm der Andrang in Remise: „Es war der pure Wahnsinn, vor allem am Sonntag“, so Klaus Behrens, Vorsitzender des dort ausstellenden Rassekaninchenzuchtvereins F56 Bückeburg.

Im kommenden Jahr werden sich Besucher, Aussteller und Organisatoren bei der vierten Auflage der Schaumburger Landmesse auf einige massive Änderungen gefasst machen müssen. Dann findet die „Ährensache“ nämlich während der Spielzeit des Musicals „Die schwarzen Brüder“ auf Schloss Bückeburg statt. Aus diesem Grund wird das gesamte Schlossareal ab der Brücke nicht für die „Ährensache“ zur Verfügung stehen. Schlossverwalter Alexander Perl macht sich daher jetzt schon intensive Gedanken: „Wir werden sämtliche Aussteller aus dem Schlossbereich im kommenden Jahr in den Schlosspark umquartieren müssen. Das dürfte uns noch einiges an Planungsarbeit abverlangen.“jp

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