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Peter Kranz ist tot

Die kernig-rauchige Stimme war sein Markenzeichen

BÜCKEBURG. Peter Kranz ist tot. Der Sänger und Frontmann der Peter Kranz-Bluesband ist Gründonnerstag auf der griechischen Insel Lesbos gestorben. Sein Markenzeichen: eine kernig-rauchige Stimme und erdiger, handgemachter Bluesrock vom Feinsten.

veröffentlicht am 18.04.2017 um 11:41 Uhr
aktualisiert am 18.04.2017 um 17:20 Uhr

Peter Kranz bei seinem letzten Auftritt zu Ostern 2015 in der „Schönen Aussicht“ in Kleinenbremen. Gründonnerstag ist er auf Lesbos gestorben. Foto: Archiv/wk
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BÜCKEBURG. Peter Kranz ist tot. Der Sänger und Frontmann der Peter Kranz Bluesband ist Gründonnerstag auf der griechischen Insel Lesbos gestorben. Sein Markenzeichen: eine kernig-rauchige Stimme und erdiger, handgemachter Bluesrock vom Feinsten. Der Bandleader konnte die alten und neuen Blues-Klassiker interpretieren und singen wie kaum ein Zweiter. Und natürlich spielte er die Bluesharp.

In und um Bückeburg, aber auch der weiteren Region hatte sich Peter Kranz mit seiner Bluesband einen Namen wie Donnerhall gemacht. Kein Konzert, nach dem er nicht bejubelt wurde und die Fans zufrieden nach Hause gingen; sei es bei Auftritten im Minchen, der Schraub-Bar oder der „Schönen Aussicht“, wo er und seine Band zu den Mitbegründern der Osterblues-Nacht zählten. Seit 2013 war es ruhiger geworden um Peter Kranz und seine Mannen. Mehrere langjährige Mitstreiter verließen aus Gesundheitsgründen die Band, auch Peter Kranz, Jahrgang 1947, hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zu Ostern 2015 gaben sie ihr letztes Konzert in Kleinenbremen, danach löste sich die Band auf, die bis zuletzt als „ein Synonym für Energie, Spielfreude und Leidenschaft“ galt.

Bereits 1962 hatte Peter Kranz in Bückeburg seine erste Band gegründet, die Beatband „The Favourites“. Über die Jahre war er als Gitarrist und Sänger für diverse Bands unterwegs, spielte unter anderem im legendären Starclub in Hamburg oder war Sieger beim Landesfestival für Beatbands.

Nach mehrjähriger Bühnenabstinenz wurde die Formation „Bluescale Ltd.“ gegründet, in der einige Schaumburger wie Udo Hartmann, Reiner Walter, Marion Wallbaum (Fiedler), Volker Kohlmeier, Jörg Wegert oder Michael Hacker spielten. Es folgten Auftritte und Sessions unter anderem mit Louisiana Red, bis „Cold Shot“ aus der Taufe gehoben wurde.

Privat arbeitete er unter anderem als Wirt im „Minchen“ oder der „Falle“. 2014 wurde der Wahl-Heeßener zum Grünkohlkönig gekürt. Seit Jahren kümmerte er sich um ein Tierheim auf der Insel Lesbos. Wo er jetzt starb. Am 26. Juni wäre er 70 geworden.rc

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