weather-image
24°
Das Programm, die Mitwirkenden und die Finanzierung für den 11. September stehen

Die „Lange Nacht“ kann wieder kommen

Bückeburg (mig). Eingefleischte Kultur-Gänger zählen schon jetzt die Stunden: Am Freitag, 11. September, startet die fünfte Auflage der „Langen Nacht der Kultur“. „Es geht bald los, viele können es schon gar nicht mehr erwarten“, freute sich der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Fremdenverkehr, Albert Brüggemann, schon jetzt auf die Jubiläumsveranstaltung.

veröffentlicht am 25.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 04:21 Uhr

Im Neuen Rathaussaal sind die druckfrischen Programme zur &bdquo

Damit der runde Geburtstag – trotz weiterer großer Stadt-Feste – unvergesslich bleibt, hat der Arbeitskreis ein spannendes Programm aus Musik, Kunst, Theater und Vorträgen zusammengeschnürt. Insgesamt 80 Programmangebote warten auf die Besucher des von unserer Zeitung gesponserten Events; stattfinden werden diese an 28 Spielstätten. Zum Auftakt auf dem Marktplatz wird Bürgermeister Reiner Brombach sprechen (18 Uhr), danach gibt es fetzige Choreographien in Ballett, Swing und Modern Jazz (Ballettschule Voges). Dann verteilen sich die Besucher auf die einzelnen Veranstaltungen. Die Palette ist breit: Neben Altbewährtem – Vorstellungen der Hofreitschule oder des Sinfonieorchesters der Schaumburger Landschaft, Kabarett mit unserem Kolumnisten Ulrich Reineking in unserem Verlagshaus an der Langen Straße – findet sich im Programm auch viel Neues. So etwa historische Vorträge, unter anderem unseres Chefredakteurs Frank Werner im Historischen Ratssaal. Oder etwa das Gesangsquartett „Takt + Gefühl“, das Ohrwürmer und Evergreens zu Gehör bringen wird oder die Formation „Acapella“ mit modernem Chorgesang. Richtig auf die Ohren gibt es in der Jugendfreizeitstätte mit den Metall-, Punk-, und Indie-Formationen End is forever, Permanent Problems und Analogue.

Neben viel Musikalischem und Kunst ist auch die Theatergruppe des Adolfinum mit einer „Lysistrata“-Aufführung dabei. Dazu kommen Vorträge, etwa der von Otto Freiherr von Blomberg über Börries von Münchhausens Balladen und Lieder. Ein spannender Vortrag im Händel-Jahr („It’s our Händel?“) kommt von Peter Sahla, dem Enkel des berühmten Bückeburger Musikers. Des weiteren wird Dr. Sabine Göttel über „Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissi) als Poetin und Verehrerin Heinrich Heines“ Auskunft geben. Neben geistiger Kost, wird es auch zahlreiche kulinarische Angebote geben. Lilo Liere (Liere – Uhren, Schmuck) wird ökumenisches Bier („Katholisches“ Andechser und „evangelisches“ Reformationsbier) ausschenken lassen. Im Bioladen Bückeburg gibt es Bio-Wein, Bier, Säfte, Mini-Pizza und französisches Landbrot, dazu Akkordeonmusik aus den Heimatländern der Waren.

Der Eintritt ist wie in den letzten Jahren stabil geblieben, fünf Euro bezahlen Erwachsene, der ermäßigte Eintritt beträgt drei Euro. Eintritts-Bändchen und das Programm bekommt man an den üblichen Vorverkaufsstellen oder kann es direkt während der Veranstaltung kaufen. Zusätzlich zu den Bändchen-Verkäufern wird „Nachtwächter“ Dietmar Ostermeier den Gästen mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, ist ebenfalls gesorgt. Ein kostenloser Shuttle-Service soll die Besucher zwischen den Veranstaltungen hin- und herfahren.

Und die Finanzierung? Sie steht wie eine Eins. Wie für die vorausgegangenen Nächte haben sich die Organisatoren vorgenommen, kostendeckend zu arbeiten. 2008 sorgte der Verkauf von 1500 Eintrittsbändchen und die Mithilfe einiger Sponsoren für eine schwarze Null. „Wir hoffen, dass wir, wie in den Jahren zuvor, die Lange Nacht der Kultur ohne den öffentlichen Haushalt zu belasten, über die Bühne bringen“, so Brüggemann während einer Sitzung im Rathaus, wo die letzten Details festgezurrt wurden.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare